Auslesegerät Auto – Alles was man wissen muss!

Auslesegeräte haben in den letzten Jahren rapide in ihrer Menge zugenommen. Dutzende von Herstellern bieten ihre Geräte in Märkten wie auch Online an. Sie bedienen sich der On-Board-Diagnose, kurz OBD, um die Daten des Autos auszulesen. Aber wo beginnt man in dem ganzen Chaos? Und was sind die Unterschiede diverser Geräte? Wir möchten heute alles klären, was in Verbindung zu Auslesegeräten steht, wo sie ihren Ursprung haben, wie sie euch helfen können, worauf ihr aufpassen müsst und vieles mehr. 

Also, was ist ein Auslesegerät für das Auto? Mit einem Auto Auslesegerät könnt ihr die Daten eures Autos sichtbar machen, in dem ihr euch mithilfe eines OBD 2 Steckers Zugang dazu verschafft. Die Daten werden als sogenannte Fehlercodes im Fehlerspeicher gespeichert. Das kann zum Beispiel hilfreich sein, wenn euer Auto eine Fehlermeldung anzeigt. Dann könnt ihr euer Auslesegerät herausholen und mit der Suche beginnen. Es gibt viele verschiedene Auslesegeräte für euer Auto und wir möchten uns heute einige davon mit euch anschauen.

Wir werden auch besprechen, was bei der Auslese passiert und welches Auto Auslesegerät für euch Sinn macht. Viel Spaß!

Wo fand das Auslesegerät seinen Ursprung?

Die Anfänge von Diagnosegeräten fürs Auto reichen weiter zurück als manch einer denken mag. Bereits im Jahr 1965 begann der Volkswagen Konzern damit, seine Fahrzeuge mit einer zentralen Steckdose auszurüsten, die über einen Stecker mit einem lochkartengesteuertem Rechnersystem verbunden werden konnte. Ursprünglich diente diese Einrichtung der einfachen Diagnose in den Werkstätten. Heute haben sie viele verschiedene Aufgaben und Möglichkeiten.

Das von Volkswagen eingeführte System hatte zu Beginn noch keine Abgasdiagnose als Bestandteil. Nun ja, auch viele Jahre später scheint es Volkswagen mit den Abgasen nicht ganz so genau zu nehmen, aber die kalifornische “Luftreinheitsbehörde” führte 1988 das OBD-System ein. Dieses sollte alle mit Abgasen in Verbindung stehenden Komponenten überwachen. Dazu hatte General Motors dann den ALDL-Standard entwickelt, welcher auch in Deutschland in Fahrzeugen von Opel zu finden war. Die Überlegung dahinter war, dass Autos nicht nur bei ihrer Zulassung auf die Einhaltung der Abgaswerte geprüft werden sollten, sondern diese auch während des Betriebs einhalten mussten. Dazu gab es die OBD-1-Norm, die vorsah, dass in jedem Fahrzeug Systeme zur elektronischen Selbstüberwachung verbaut sein sollen. Kurz gesagt, wollte man eine “Steckdose” mit allen Abgas relevanten Daten, die man jederzeit auslesen konnte, um die Abgaswerte prüfen zu können. Des Weiteren sollte das OBD-1 System etwaige Fehler über das Armaturenbrett an den Fahrer bekanntgeben, so wie wir es heute gewohnt sind. Die Fehler mussten außerdem in einem mit Blinkcode auslesbaren Speicher abgelegt werden, um sie für später zu “konservieren” und die Ursachen dafür beheben zu können.

Heute haben alle  PKWs eine einheitliche Schnittstelle, über die die Borddaten ausgelesen werden können. Die Schnittstelle hat an der OBD-1-Norm angeknüpft und trägt den Namen OBD-2. Sie wurde in der Europäischen Union erstmals 2000/2001 bei Benzinern eingeführt und seit 2003/2004 findet man sie auch in Diesel PKWs. Der Vorteil einer genormten Schnittstelle ist die wesentlich einfachere Diagnose, da man nur einen Stecker benötigt, wobei das auch auf den Stecker/das Diagnosegerät ankommt, da nicht jedes Auslesegerät alle Autos unterstützt. Weiters benötigen mit der Standardisierung alle PKWs eine Motorkontrollleuchte als Teil des OBD Systems.

Nun gibt es aber neue Vorschriften. Diese fordern, dass auch die Überwachungsfunktion überwacht wird. Das Problem der jetzigen Methode liegt demnach daran, dass man die Diagnosen zur Abgasbestimmung manuell durchführen muss und sie somit sehr unregelmäßig ausgeführt werden. Die Forderung ist also, ein Überwachungssystem zu integrieren, welches die einzelnen Diagnosen aufzeichnet und zeitlich speichert. Außerdem möchte man bestimmte Quoten vorgeben, die eingehalten werden sollen. Die Ergebnisse sollen dann wieder über eine serienmäßige Schnittstelle auszulesen sein.

Wie arbeitet ein Auslesegerät?

Wie wir gesehen haben, hat das Auto Auslesegerät bzw. das OBD System einen langen Weg hinter sich. Nun wollen wir uns an die Frage machen, wie denn ein Auslesegerät eigentlich arbeitet, und was man dafür alles benötigt. 

Wie bereits erwähnt besitzt jeder PKW eine OBD-2 Buchse. Diese hat insgesamt 16 Pole, wobei jeder dieser Pole ein anderes Teil innerhalb des Auto “bedient”, also quasi anspricht.  Weiters wird diese Buchse häufig nicht nur zum Auslesen der OBD-2-Diagnoseprotokolle, sondern auch für verschiedene Diagnoseprotokolle der Hersteller selbst verwendet. Angesteckt wird das Auslesegerät fürs Auto in der Buchse an die K-Leitung oder den CAN-Bus. Wer nicht weiß, was das ist, wir haben es zusammengefasst.

  • K-Leitung: Grundsätzlich ist die K-Leitung ein bidirektionaler Ein-Draht-Bus zur Datenübertragung. In der Praxis übernimmt die K-Leitung aber die Aufgabe der L-Leitung, welches die Reizung (Initialisierung) der Steuergeräte und ein aufrechterhalten des High-Pegels reguliert. 
  • CAN-Bus: Moderne Fahrzeuge verwenden heutzutage statt der K-Leitung den CAN-Bus. Ein Bus ist dabei nichts anderes als eine Leitung zur Datenübertragung zwischen mehreren Teilen, wobei immer nur zwei Teile gleichzeitig miteinander kommunizieren können. CAN steht für Controller Area Network und wird zwischen Highspeed CAN und Lowspeed CAN unterteilt. Die beiden Bahnen sind nicht miteinander kompatibel, warum sie auch beide einen eigenen Pol an der OBD-2 Buchse haben. 

Das OBD System überwacht in unseren Autos verschiedene Systeme. Unter anderem sind das System wie Lambdasondenfunktion, Verbrennungsaussetzer mittels eines Inkrementenrads (magnetisches Zahnrad) oder den Wirkungsgrad des Katalysators. Wie es das macht, schauen wir uns jetzt an.

Entprellung

Bei der Entprellung wird nach dem Auftreten eines Fehlers ein Entprellzähler gestartet. Dieser wird bei Auftreten eines Signals gestartet und in regelmäßigen Abständen erhöht, bis das Signal anliegt. Wenn das Signal lange genug dauert, wird es vom System weiter verarbeitet und nicht als Störung angesehen. Entprellzeit nutzt man um zu verhindern, dass kurzzeitige Störungen ein Signal produzieren. Wird bei der Entprellung ein Fehler festgestellt, wird dieser im Fehlerspeicher eingetragen und es erfolgt unter Umständen ein Aufleuchten der Motorkontrollleuchte.

Readiness-Code

Der Readiness-Code, oder auch Prüfbereitschaftstest, wird benötigt, um alle Abgas-relevanten Bauteile zu überprüfen. Es ist nämlich so, dass nicht jedes Bauteil zu jeder x-beliebigen Zeit geprüft werden kann. Ein Beispiel wäre der Katalysator. Daher müssen bestimmte Teile erst einen Betriebszustand erreichen, ehe sie überprüft werden können. Mithilfe eines geeigneten Geräts (Diagnosegerät) kann der Readiness-Code ausgelesen werden. Er gibt Auskunft darüber, ob alle abgasrelevanten Baugruppen eines Fahrzeuges geprüft worden sind. Der Readiness-Code ist Teil der “Untersuchung des Motormanagements und Abgasreinigungssystems” an einem Fahrzeug mit OBD System. 

Diagnose Software

Für das Auslesen des Fehlerspeichers gibt es mittlerweile verschiedene Methoden. Beispielsweise können die Daten über Softwareprogramme ausgelesen werden, die z.B. auf eurem privaten Laptop laufen können. Dafür schließt ihr den Computer mithilfe eines OBD-Kabels an die Buchse an. Über die zusätzliche Software werden dann Signale an die Steuergeräte innerhalb eures Autos geschickt und erhält dann wieder Ergebnisse vom Steuergerät zurück. Es können dabei verschiedenste Signale abgeschickt werden. Diese sind das Lesen der ID des Steuergeräts, Lesen und Rücksetzen von Fehlereinträgen, das Auslesen von Messwertblöcken, das Lesen, Testen und Setzen von Einstellungen und dem für die Entwicklung wichtigen direkten Lesen und Schreiben von Speicherzellen im Steuergerät. 

Kurz gesagt, ihr könnt euer Steuergerät also auslesen, umbauen und Fehlercodes löschen. 

Weiters gibt es heutzutage auch schon Apps für das Smartphone, mit denen ihr Fehlercodes auslesen könnt. Diese funktionieren im Normalfall über Bluetooth, wobei ihr trotzdem noch einen Stecker für die OBD-2 Buchse benötigt, mit dem ihr euch dann verbinden könnt. 

Welches Auslesegerät ist das Beste?

Bei der Suche des Diagnosegeräts hat man viel Auswahl zu vielen verschiedenen Preisen. Daher ist es wichtig zu wissen, wonach man sucht und welche Features einem wichtig sind. Viele Anbieter haben es mittlerweile geschafft, Geräte mit hoher Kompatibilität zu bauen. Mit ein Grund war sicherlich die Einführung des einheitlichen OBD-2-Ports. Leider ist das Feature für maximale Kompatibilität auch sehr Preis intensiv. Nicht selten kosten solche Geräte dann über 500€. Für Kfz–Werkstätten ist das sicherlich eine lohnenswerte Investition, doch für private eher eine unnötig hohe Ausgabe. 

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Daher ist es gut zu wissen, welche verschiedenen Auslesegeräte es für euer Auto gibt. Außerdem ist noch zu erwähnen, dass es neben den externen Auslesegeräten auch noch Diagnose-Programme für euren Laptop gibt, als auch die Möglichkeit, eine App für euer Smartphone zu installieren. All diese Dinge unterscheiden sich jedoch in Funktion und Aufbau. Jetzt aber weiter mit den Auslesegeräten fürs Auto.

Fangen wir mal bei der Größe an. Man kann die Diagnosegeräte in ungefähr vier Gruppen teilen, wobei eher ein fließender Übergang besteht als eine genaue Abgrenzung. 

Zum einen gibt es da mal sehr kleine und handliche Geräte. Diese müssen aber auch mit kleineren Tasten und Bildschirmen auskommen. 

Etwas größere Geräte haben dann oft schon eine Touchfunktion dabei. Daher kann man den Nachteil der kleineren Tasten etwas vernachlässigen. Auch der Bildschirm wächst im Normalfall.

Größere Diagnosegeräte sind dann eigentlich nur nochmal eine Steigerung. Ihre Größe ist mit der eines externen Navis vergleichbar.

Zuletzt noch die ganz großen Diagnosegeräte. Ihre Größe lässt sie schon mehr in Richtung robuster Laptop wirken, dafür haben sie durch den zusätzlichen Platz auch einige Spezialtasten und Sonderfunktionen.

Eine konkrete Kaufempfehlung gibt es rein nach der Größe nicht wirklich. Es kommt hier viel mehr auf den persönlichen Geschmack an, und auch darauf, wie viel Geld man für ein Auslesegerät bezahlen möchte, denn mit der Größe steigt auch der Preis. Auch die Touchfunkion ist ein kostenintensiveres Feature. Von 50 Euro bis hin zu mehreren tausend Euro ist hier alles dabei.

Ein anderer Unterschied ist die Art der Verbindung zum Auto. Haben frühere Modelle noch mit OBD-Kabeln gearbeitet, so gibt es für neuere Modelle oft schon einen Stecker, der sich via Bluetooth mit dem Auslesegerät verbindet. Solch ein Diagnosegerät mit Bluetooth ist praktisch und auch einfacher zum Handhaben da man keine lästigen Kabel zur Verbindung mit dem OBD Diagnosegerät braucht.

das beste diagnosegerät auto

Ein weiteres wichtiges Kriterium für die Auswahl des richtigen Auslesegerätes für euer Auto ist der allgemeine Funktionsumfang. Je nach Gerät und auch Preisklasse gibt es Funktionen, die einen ansprechen oder auch nicht. So solltet ihr euch zuvor fragen, was ihr denn für Funktionen braucht und wofür. Wenn ihr euch darüber noch keine Gedanken gemacht habt und nicht wisst, wo die Unterschiede liegen, ist das nicht weiter tragisch. Hier ein kleiner Überblick.

Zum einen variieren die unterschiedlichen Diagnosemöglichkeiten. Also, welche Diagnosen durchgeführt werden können. 

Außerdem bieten manche Geräte die Möglichkeit, Daten in Echtzeit auszulesen und auch auszuwerten. Wer also schnelle Antworten braucht, sollte beim Kauf darauf achten, dass das Gerät diese Funktion hat.

Große Unterschiede gibt es auch in der grafischen Aufarbeitung der Daten. Wer denkt, das sei nicht so ein großes Problem, sollte sich zuerst damit Auseinandersetzen, wie oft er das Gerät denn verwenden wird. Mit steigender Nutzung sollte auch die Aufarbeitung klarer sein, sonst könnte es sein, dass man den Spaß daran verliert.

Nun haben wir einen Punkt, der nicht zwingend in die Rubrik “Auslesen” fällt, aber wir würden ihn trotzdem gerne anführen. Neben dem Auslesen der Daten erlauben euch einige Geräte auch die Codierung der Steuergeräte. Das heißt, ihr könnt gewisse Funktionen eures Autos freischalten, in dem ihr einen am Diagnosegerät eingespielten Code an das Auto gebt. Dabei benötigt ihr keine Programmiererfahrung, sondern könnt einfach zwischen den einzelnen Funktionen wählen. Wahlweise kann das auch in einer Werkstätte gemacht werden, wo es aber wesentlich teurer ist.

So viel zu dem allgemeinen Funktionsumfang. Wie man also sieht, gibt es viele verschiedene Funktionen, auf die ihr beim Kauf auch aufpassen solltet.

Eine weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist die Größe und Qualität des Bildschirms. Dabei ist vor allem auf eine gute Lesbarkeit der Schrift zu achten als auch auf die Auflösung. Da es schwer ist dies vorab zu prüfen, könnt ihr euch in den Rezessionen schlaumachen oder im Internet nach Videos zu dem Gerät suchen. 

Der größte Unterschied neben der Größe ist zudem die Touchfunktion. Dabei gilt sehr simpel: mit oder ohne? Was ihr hier lieber habt, ist wieder ganz euch überlassen, da es mehr um persönliche Vorlieben als um Funktionalität geht.

Wie vorhin auch kurz angeschnitten ist die Art der Verbindung womöglich der entscheidende Faktor. Manch einer hat kein Problem mit einem herum baumelnden Kabel, manch einen bringt es auf die Palme. Zur Auswahl stehen per Kabel, per WLAN, oder direkt per Bluetooth. Was ist euch am liebsten?

Oft vergessen wird auch die Aktualität des Systems. Hier gibt es verschiedene Varianten, doch die Hersteller wollen am Ende nicht mit Verlust dastehen, weshalb Aktualisierungen auch preisliche Folgen haben. Manche Geräte erhalten über ihre Lebensdauer gratis Aktualisierungen und für euch kommen nach dem Kauf keine Kosten mehr zu. Das hebt allerdings meistens auch den Kaufpreis. Andere Hersteller setzen wiederum auf bezahlte Updates. Der Vorteil ist, dass man in den meisten Fällen die Wahl hat, ob man das Update macht oder nicht. Es kann aber auch sein, dass das Gerät nach einer Zeit nicht mehr funktioniert, wenn man die Updates nicht installiert. Diese Geräte sind meist beim Kauf etwas günstiger, es fallen über die Zeit aber weitere Kosten an. Und das bringt uns schon zu unserem letzten Punkt.

Wie viel kostet ein Auslesegerät?

Der wohl ausschlaggebendste Faktor ist aber immer noch der Preis. Seid euch im Klaren, wie viel ihr ausgeben wollt. Teurer heißt nicht immer besser, weshalb ihr auch auf ein passendes Preis-Leistungs-Verhältnis achten solltet. Ihr könnt euch dafür auch eine Obergrenze setzen, um zu vermeiden, von verlockenden aber teureren Angeboten geködert zu werden. Denn am Ende gilt dann doch, wofür ihr das Gerät wirklich braucht, und nicht was es alles kann.

Damit euch das Ganze leichter fällt, haben wir euch eine Liste mit den besten Diagnosegeräten zusammengestellt. Wir beleuchten die Vor- und Nachteile der einzelnen Geräte und wollen euch zeigen, dass es auch günstiger geht.

Die Top 10 Auslesegeräte

Um das beste Auslesegerät zu finden, haben eine Gruppe von Experten sowie ein interessierter Hobbyschrauber 25 Geräte einem Test unterzogen. Bei dem Test wurde großes Augenmerk auf die oben genannten Punkte gelegt, wie zum Beispiel die Genauigkeit der Diagnose, die allgemeine Funktionalität, Umfang der Diagnose und vieles mehr. In unsere Liste haben es die TOP 10 dieses Tests geschafft. Wir haben die Pros und Kons für euch zusammengefasst.

Platz 10: NEXPEAK NX 501

Mit kleiner Größe und robustem Aussehen hat es der NEXPEAK NX 501 auf Platz 10 unserer Liste geschafft. Mit 2,8” ist der Bildschirm relativ klein gehalten, man hat jedoch keine Probleme beim Ablesen der Daten. Für all jene, die nach einem reinen Auslesegerät suchen ist das NEXPEAK die optimale Wahl, da es ohne den zusätzlichen Funktionen wie Codieren auskommt. Das spiegelt sich auch im Preis wider. Updates werden von Zeit zu Zeit fällig und können kostenlos nachgerüstet werden. Das NEXPEAK unterstützt alle Autos mit OBD. Wer aber mehr als nur Auslesen will, muss auf eines der nächsten Geräte umsteigen. 

Preis: ca. 75 Euro

Platz 9: LAUNCH CRP 429

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Wer eine komplette Systemanalyse anstrebt, ist mit dem LAUNCH CRP 429 schon besser dran. Es bietet auch das Auslesen von Untersystemen und kann darüber hinaus live Daten abrufen. Nach Beenden der Tätigkeiten erstellt das LAUNCHCRP 429 einen Bericht und kann ihn per E-Mail versenden. Das Design ist handlich und man kann gut mit den Tasten agieren. Einen Haken gibt es jedoch beim Preis, der doch höher ausfällt als beim vorherigen Gerät.

Preis: ca. 390 Euro

Platz 8: AUTEL MD806 PRO

Das AUTEL MD806 PRO ist ein sehr gelungenes All-Rounder Gerät. Es erlaubt ein Auslesen von allen Fahrzeugtypen und beherrscht die grundlegenden Funktionen wie das Auslesen des Fehlerspeichers. Im Gegensatz zu manch anderem Gerät können aber auch Herstellerspezifische Fehlercodes gelesen und gelöscht werden. Darüber hinaus hat man mit dem Gerät die Möglichkeit, genauere Einstellungen wie die Kalibrierung des Lenkwinkelsensors vorzunehmen oder Live-PID-Daten anzeigen zu lassen. Auch Komponententests sind möglich. Der große Funktionsumfang sowie lebenslange kostenlose Updates wurden natürlich auch hier in den Preis mit einbezogen.

Preis: ca. 250 Euro

Platz 7: LAUNCH X431 PRO mini

Weiter gehts mit dem nächsten Gerät von LAUNCH. Die Bezeichnung “mini” trügt bei dem Funktionsumfang etwas. Das Gerät hat die Standardfunktionen wie z.B. Auslesen der Fehlercodes und kann darüber hinaus auch Live Daten überwachen. Auch eine System Kalibrierung ist möglich und es können automatische Scans durchgeführt werden, die mögliche Fehler unkompliziert erkennen können. Punkten kann das LAUNCH X431 PRO mini auch mit dem sehr übersichtlichen Farbmonitor. Pluspunkte gibt es auch für die Verbindung per Bluetooth oder Wifi. Ein kleines Manko ist, dass nicht alle Fahrzeuge unterstützt werden. Bei 80% der Autos kann dieses Gerät aber seine Dienste problemlos abrufen. Wer bereit ist, etwas mehr Geld auszugeben, kann über dieses Gerät nachdenken.

Preis: ca. 900 Euro

Platz 6: LESCARS Auto Diagnose

Das LESCARS ist eines unserer kleinen aber feinen Geräte. Der doch relativ kleine Monitor bildet alle wichtigen Daten detailreich ab und das Gerät wirkt generell sehr aufgeräumt. Das wird auch durch die Abwesenheit vieler Tasten verstärkt. Das ist aber keinesfalls ein Kritikpunkt, denn LESCARS Auto Diagnose kommt mit nur vier Tasten aus. Fahrzeuge von Skoda, Audi und VW werden besonders gut unterstützt. Neben dem Auslesen von Fehlercodes ist auch das Überwachen von gut 130 Systemkomponenten möglich. Durch den geringeren Funktionsumfang ist auch der Preis deutlich niedriger.

Preis: ca. 70 Euro

Platz 5: VIDENT ilink 440

Auf Platz fünf findet sich das VIDENT ilink 440. Durch die Kompatibilität mit allen Fahrzeugmodellen ist es ein echter Allrounder. Es kann Fehlercodes problemlos auslesen und löschen. Auch die Motorkontrollleuchte sowie Warnleuchten von Getriebe, Airbag und ABS lassen sich ausschalten. Zusätzlich können auch Live Daten ausgelesen werden. Der Bildschirm ist klar zu lesen, aber mit 2,8” etwas klein. Preislich bewegen wir uns im Mittel der bisher genannten. Dafür erhält man aber 3 Jahre lang kostenlose Updates und ein sehr robustes Gerät.

Preis: ca. 150 Euro

Platz 4: ANCEL FX2000

Unser nächstes Gerät hat schon richtig was drauf und hat nur knapp das Podest verpasst. Wie bei allen anderen Geräten ist die Diagnose der üblichen Protokolle möglich. Darüber hinaus kann das ANCEL FX2000 auch eine Analyse der ECU-Systeme durchführen, also SRS, ABS und Getriebe überprüfen. Ein großes Plus ist der 4” große Farbbildschirm. Auf ihm werden Live Daten in ansprechenden Grafiken dargestellt, was das Auslesen sehr viel leichter und spannender macht. Unterstützend helfen Tasten bei einem guten Handling. Das Gerät bietet insgesamt acht Sprachen an, darunter auch Deutsch. Man erhält lebenslang kostenlose Updates, wodurch nach dem Kauf keine Kosten mehr auf einen zukommen. Das Gerät funktioniert allerdings nur mit 12V Batterien, weshalb es nicht noch weiter oben auf unserer Liste steht. Dafür ist der Preis für die gebotenen Funktionen sehr gut, wenn man denn eine 12V Batterie besitzt.

Preis: ca. 180 Euro

Platz 3: ICarsoft CR Pro

Den ersten Podestplatz der Auto Auslesegeräte besetzt das ICarsoft CR Pro. Es unterstützt rund 40 Automarken und die Wahrscheinlichkeit, dass auch eure unterstützt wird, ist relativ hoch. Das Gerät eignet sich gut als All-in-one-Geräte für die Fehleranalyse und zur Fehlerbehebung. Es arbeitet über die OBD Schnittstelle und es lassen sich alle wichtigen Motordaten, Getriebedaten, Daten zum Airbag und vieles mehr auslesen. Der Hersteller bietet kostenlose Updates an. Auch dieses Gerät besitzt einen übersichtlichen 4” Bildschirm und kann Live Daten auslesen. Es ist außerdem möglich, mit diesem Geräte einen Readiness Test durchzuführen. Damit bietet das ICarsoft CR Pro eine Bandbreite von Tests an. Der Preis ist dafür recht erschwinglich.

Preis: ca. 250 Euro

Platz 2: LAUNCH CRP MOT 2

Das Launch CRP MOT 2 wurde speziell für den europäischen Markt entwickelt und umfasst ganze 11 Funktionalitäten. Das sind zum Beispiel Öl-Reset, Reset der elektrischen Feststellbremse, Reset des Batterie-Management-Systems oder die Kalibrierung des Lenkwinkelsensors. Es werden alle großen Marken unterstützt und im Lieferumfang sind zahlreiche Verbindungskabel sowie ein Bluetooth Adapter enthalten. Ein Highlight ist der 7” große Bildschirm. Dieser hat eine Touchfunktion, mit der sich das Gerät prima bedienen lässt. Man hat außerdem die Möglichkeit, die Daten auszudrucken. Updates gibt es für 12 Monate gratis, danach kommen Gebühren dazu. Das Gerät hat einen sehr hohen Funktionsumfang, was sich allerdings auch im Preis widerspiegelt.

Preis: ca. 890 Euro

Platz 1: AUTEL MaxiCheck MX808

Die goldene Medaille hat sich das AUTEL MaxiCheck MX808 geholt. Es kann eine Diagnose für alle Fahrzeughersteller durchführen und auch das Anzeigen von Live Daten ist möglich. Das Gerät ist mit einem Quad-Core Prozessor ausgestattet, welcher eine schnelle Verarbeitung der Daten gewährleistet. Der Farbbildschirm ist 7” groß und sorgt für eine gute Übersicht. Auch das Codieren verschiedener Dinge ist möglich. Das AUTEL bietet eine Vielzahl an guten Features und überzeugt mit ansprechender Menüführung. Updates gibts für ein Jahr gratis. Preislich bewegt sich das AUTEL schon relativ weit oben, doch für die gebotenen Funktionen ist der Preis gerechtfertigt.

Preis: ca. 500 Euro

Nun habt ihr einen sehr detaillierten Überblick darüber, wie unterschiedlich Auslesegeräte sein können. Keine der Beschreibungen sollen als Kaufempfehlung dienen, sondern als Information zu den verschiedenen Möglichkeiten.

Wie wir weiter oben auch schon erwähnt haben, gibt es auch die Möglichkeit eine Diagnose App zu nutzen. Wir möchten euch daher noch kurz die Carly App vorstellen, die sich in einem Test der Diagnose-Apps als Sieger hervorgetan hat.

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Testsieger bei den Diagnose-Apps

Carly konnte sich bei den Apps vor allem durch seinen Funktionsumfang als Sieger hervortun. Nutzer von Carly haben bestätigt, dass sie mit Carly rund 500 Euro pro Jahr an Wartungs- und Reparaturkosten sparen konnten. Möglich wurde das durch das einfache Auslesen der Fehlercodes und Fehlerspeicher. Carly kann aber noch mehr. Einzigartig ist dabei besonders der Gebrauchtwagencheck, der es erlaubt, ein Auto auf Tachomanipulation zu überprüfen. Grundsätzlich ist es sehr schwer, eine gute Tachomanipulation aufzudecken, doch die App von Carly braucht dafür nur wenige Minuten und ist vor allem sehr sicher. Carly hat sich außerdem stark auf das Codieren verschiedener Marken fokussiert, was die meisten herkömmlichen Auslesegeräte und Apps nicht können. Auch die Diagnose von Hersteller spezifischen Fehlercodes ist mit Carly möglich. Die Carly App ist mit den allermeisten Automarken kompatibel und ist damit ein würdiger Sieger bei den Apps. Und das Beste kommt zum Schluss: Je nach Automarke kostet euch Carly zwischen 80 Euro und 130 Euro. Man braucht den Carly OBD Adapter für einmalige 59,90 Euro und die App die zwischen 21 und 80 Euro pro Jahr kostet.

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