Golf 4 codieren – Tipps und Tricks

04.06.2020 | Codieren & Tuning, Hobby Schrauber

Ihr könnt euren Golf 4 mit der richtigen App ganz einfach personalisieren und ihn wesentlich cooler machen als er denn schon ist. Denn es gibt unendlich viele Einstellungsmöglichkeiten für die unterschiedlichsten Funktionen. Aber wisst ihr denn auch wie ihr das machen könnt? Genau das zeigen wir euch in diesem Artikel!

Also wie kann ich meinen Golf 4 codieren? Um seinen Golf 4 zu codieren braucht man lediglich den passenden Adapter und eine Codierungssoftware. Dabei empfiehlt sich die Carly App da diese auf das Golf 4 Modell abgestimmt ist und man so noch mehr Möglichkeiten beim Codieren hat. Dadurch, dass es eine App ist, ist es sehr einfach sich zu recht zu finden und man braucht nicht seinen Laptop mitzuschleppen. Beim Codieren werden die zuständigen Steuergeräte so verändert, dass die Änderungen permanent im Auto gespeichert werden. So kann man zum Beispiel die Start Stopp Automatik für immer ausschalten und muss sie nicht manuell bei jedem Start wieder abschalten.

Um euch einen besseren Überblick über das Codieren zu geben, haben wir euch in diesem Artikel alle wichtigen Informationen zusammen geschrieben. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und codieren!

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Was ist Codieren?

Das Wort hört sich wahnsinnig technisch an, aber ihr braucht keine Angst zu haben. Man muss nichts tatsächlich “codieren” und irgendwelche Codes auswendig lernen. Unter Codieren versteht man einfach nur das Einstellen verschiedener Funktionen am Fahrzeug. Das eigentliche Codieren übernimmt die richtige Software für euch. Sie übersetzt sozusagen eure Eingaben in die Sprache, die die Steuergeräte im Fahrzeug verstehen. Ihr braucht wirklich keine Elektroniker zu sein und auch nur ein technisches Grundverständnis reicht vollkommen aus. 

Für das Codieren benutzt ihr am besten eine App für euer Smartphone. Wir empfehlen die Carly App, da diese tolle Möglichkeiten bietet, ein sehr übersichtliches Menü hat und einfach zu bedienen ist. Ihr braucht sie nur im App Store oder Google Play herunterladen und es kann schon losgehen. Eine Grundversion ist kostenlos. Wenn ihr mehr Features wünscht, muss man für die App bezahlen. Zu der App braucht ihr noch einen OBD-2 Adapter.

Was ist der OBD-2 Adapter?

Irgendwie muss sich die App mit dem Fahrzeug verbinden – dafür ist die OBD-2 Schnittstelle da. Meistens befindet sich die Buchse im Fahrzeuginnenraum im Bereich des Lenkrades. Dort müsst ihr nur den passenden Adapter einstecken und fertig. Der Adapter verbindet sich via Bluetooth mit eurem Handy und auf diese Weise kann eine Kommunikation zwischen der App und dem Fahrzeug gewährleistet werden. 

OBD bedeutet On board diagnose und ist ursprünglich für alle abgasbeeinflussenden Systeme entwickelt worden. Fehlercodes werden aufgezeichnet und für eine spätere Diagnose zur Verfügung gestellt. So kann auch eine Werkstatt schnell erkennen, wo mögliche Probleme liegen. Bevor OBD eingeführt wurde, hatte jeder Hersteller sein eigenes System und seine eigenen Codes, was es den Werkstätten sehr schwer machte, da viele verschiedene Kabel und Geräte bereitgehalten werden mussten. Nach und nach erkannte man, dass auch andere Systeme über diese Schnittstelle betrieben werden können und so kamen z.B. Sicherheitssysteme und Warnhinweise für Ölstand etc. hinzu. Alle wichtigen Fehlercodes sind heute standardisiert und in der Norm SAE J2012 bzw. ISO-Norm 15031-6 erfasst, hinzu kommen einige Herstellerspezifische Codes. 

Wie bereits gesagt, ging es bei der Entwicklung um abgasbeeinflussende Systeme. Diese sollten nicht nur bei der Auslieferung, sondern auch später kontrolliert werden können. Derzeit wird in Amerika OBD-3 entwickelt. Hierbei werden die Daten nicht nur kontrolliert, sondern auch online an eine Behörde weitergeleitet (da praktisch alle neuen Fahrzeuge eh über eine SIM Karte und GPS verfügen). Tritt also ein Problem mit dem Abgas ein, ist man dann gezwungen, es schnellstens reparieren zu lassen, ansonsten drohen Strafen. Ob und wann OBD-3 eingeführt wird, ist noch offen. Ebenso offen ist, ob dieser Standard dann auch in Europa übernommen wird. Man darf gespannt sein.

Heute nutzt man diese Schnittstelle um praktisch alle Steuergeräte eines Fahrzeuges ansprechen zu können.

Was sind Steuergeräte?

Heutige Autos werden immer komplexer. Es sind praktisch rollende PCs. Alle elektronischen Funktionen werden durch Steuergeräte wahrgenommen. In einem Golf 4 sind rund 50 verschiedene Steuergeräte verbaut. In einem Golf 5 schon rund 80. Zum Vergleich: Ein Golf II verfügte lediglich über zwei. Jedes Steuergerät hat eine ganz spezifische Funktion. Eines ist nur für die Benzineinspritzung zuständig, während ein anderes die Klimaautomatik kontrolliert. Über die App werden die entsprechenden Steuergeräte angesprochen, der aktuelle Status ausgelesen und dann mit der neuen Programmierung überschrieben. 

Übrigens: Zusammen können alle Steuergeräte schnell mal 250 kg auf die Waage bringen und obwohl durch den Einsatz von modernen Bussystemen die Kabelbäume extrem minimiert wurden (früher konnten diese mehrere Kilometer lang sein), kommen hier dennoch bis zu 50 kg zusammen.

Wie funktioniert das eigentliche Codieren?

Wie bereits erwähnt, braucht ihr keine Codes einzugeben oder tatsächlich etwas programmieren oder so. Ihr wählt aus dem Menü der App einfach den gewünschten Unterpunkt aus, trefft eure Auswahl der gewünschten Funktion und sagt OK. Das war es schon. Bei der Vielzahl der Funktionen kann man jedoch schnell mal den Überblick verlieren. Manchmal weiß man auch nicht genau, welche Option man wählen soll. 

Unsere Empfehlung: Probiert einfach mal verschiedene Einstellungen aus. Ihr könnte diese jederzeit wieder ändern. Und falsch machen kann man nicht wirklich etwas – vielleicht ist nur mal eine Einstellung zunächst nicht so, wie ihr sie gerne hättet, aber das lässt sich dann schnell wieder ändern. 

Welche Möglichkeiten der Codierung habt ihr?

Die Einstellungsmöglichkeiten sind riesig. Nachfolgend stellen wir euch einige der Funktionen und möglichen Einstellungsoptionen für verschiedene Golfmodelle vor, damit ihr eine bessere Vorstellung bekommt, was alles möglich ist. Was jeweils bei eurem Modell zur Verfügung steht, findet ihr dann in der App. 

Bei einem älteren Golf können bis zu 20 Funktionen angepasst werden – bei einem Golf 7 sind es über 100 mit zusätzlichen Unteroptionen. Natürlich ist auch bei Autos die Entwicklung rasant und daher sind bei neueren Modellen auch immer mehr Möglichkeiten vorhanden. Hier nun einige Beispiele:

Auto codieren App

Auto Lock/Auto Unlock

Bei dieser Funktion habt ihr zwei Einstellmöglichkeiten:

  1. Soll das Fahrzeug bei einer Geschwindigkeit von 15km/h automatisch verriegelt werden oder eben nicht?
  2. Soll euer Golf 4 beim Abziehen des Zündschlüssels entriegelt werden, oder nicht?

Blinken beim Verriegeln

Wieder zwei verschiedene Optionen:

  1. Soll es beim Aufschließen des Fahrzeugs blinken – ja oder nein?
  2. Soll es beim Abschließen des Fahrzeugs blinken – ja oder nein?

Alarmton

Ihr könnt wählen, welchen Alarmton ihr bevorzugt. Ihr könnt wählen zwischen Deutschland, Großbritannien und dem Rest der Welt

Einzeltüröffnung

Hierbei kann man wählen, ob die Einzeltüröffnung eingeschaltet oder ausgeschaltet sein soll.

Coming Home / Leaving Home

Um nicht im Dunkeln zu stehen, wenn man das Auto verlässt, kann man die Scheinwerfer so einstellen, dass sie zwischen 1 und 120 Sekunden lang nach dem Abziehen des Zündschlüssels noch nachleuchten. Je nach Modell kann diese Funktion auch über die automatischen Lichtsensoren oder durch das Öffnen der Tür realisiert werden. Öffnet man das Fahrzeug aus der Ferne, schaltet sich ebenfalls das Licht ein, um den Weg zum Fahrzeug auszuleuchten. 

Instrumente

Was soll am Armaturenbrett angezeigt werden? Ihr könnt die nachfolgenden Funktionen jeweils ein- oder ausschalten. Dabei kann man sich z.B. den Stand des Wischwassers aber natürlich nur anzeigen lassen, wenn man diese Funktion auch mitbestellt hat und der entsprechende Sensor verbaut ist. 

  • Nur Standardanzeige
  • Bremsbelagverschleißanzeige
  • Sicherheitsgurtwarnanzeige
  • Wischwasserstandswarnanzeige
  • Navigation/Radio

Instrumentenbeleuchtung

Bei der Beleuchtung der Instrumente gibt es eine ganze Reihe von möglichen Einstellungen. Ihr könnt entweder alles einschalten bzw. ausschalten oder auch einzelne Unterfunktionen auswählen (jeweils ja oder nein):

  • Nur Display beleuchtet
  • Skalen beleuchtet
  • Zeiger beleuchtet
  • Displays und Skalen beleuchtet
  • Display und Zeiger beleuchtet
  • Skalen und Zeiger beleuchtet

Sitzheizung

Selbst bei der Sitzheizung habt ihr verschiedene Einstellungsoptionen. Ihr könnt die letzte Heizungsstufe speichern lassen, die Temperatur anpassen oder die Sitzheizungsrücknahmeschwellen ändern. Bei der letzten Funktion wird die mehrstufige Sitzheizung im gewünschten Zeitintervall immer eine Stufe heruntergeschaltet. 

Airbags

Bitte achtet stets auf eure Sicherheit. Man sollte Airbags nur aus sehr gutem Grund abschalten, z.B. wenn man ein Baby auf dem Beifahrersitz transportiert. Einen Airbag auf der Fahrerseite abzuschalten können wir keinesfalls empfehlen! Grundsätzlich kann man jedoch jeden einzelnen Airbag (jeweils Fahrer- bzw. Beifahrerseite) aktivieren oder deaktivieren:

  • Airbag
  • Seitenairbag
  • Kopfairbag
  • Gurtstraffer

Notbremsblinken

Bei einer Notbremsung werden bei Aktivierung dieser Funktion auch die Blinker mit verwendet.

Spurhalteassistent

Bei diesem Assistenten, der immerhin Leben retten kann, sind viele unterschiedliche Einstellungen möglich. Bitte geht hierbei sehr vorsichtig und verantwortungsvoll vor. Ihr könnt die Intensität der Lenkunterstützung und der Lenkradvibration einstellen, die Deaktivierungsschwelle und wie sich der Assistent bei Fahrerinaktivität verhalten soll. 

Anti Polenschlüssel

Mit dieser Funktion kann man einstellen, ob die DWA (Diebstahlwarnanlage) auch weiterhin aktiviert bleiben soll, wenn man mit dem Schlüssel die Fahrertür aufschließt. Danach muss man dann allerdings innerhalb von 15 Sekunden den Schlüssel ins Zündschloss stecken und die Wegfahrsperre deaktivieren, ansonsten würde die DWA losgehen. 

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Die DWA sichert Türen, Gepäckraum und Motorhaube vor unerlaubtem Öffnen. Normalerweise wird sie beim Abschließen des Wagens aktiviert und beim Aufschließen entsprechend deaktiviert. Sollte die Zentralverriegelung gewaltsam geöffnet werden, wird beim Einschalten dieser Funktion eben auch automatisch die DWA aktiviert und gibt so zusätzlichen Diebstahlschutz. 

Regenschließung

Eine wirklich praktische Funktion ist die automatische Regenschließung des Panoramadaches und/oder der Fenster. Ist diese Funktion aktiviert, werden diese bei Regenmeldung über den Sensor automatisch geschlossen. 

Berganfahrassistent

Im Golf 7 gibt es diesen sehr hilfreichen Assistenten. Hierbei wird bei einem Anfahren an Steigungen (dies wird über den Neigungssensor erkannt) das Zurückrollen verhindert, indem das ABS und ESP mit dem Motorsteuergerät verbunden werden. Beim Anfahren wird zunächst die Bremse aktiviert und erst wenn der Wagen ausreichend Drehmoment hat, wieder gelöst. Man kann diese Funktion ein- oder ausschalten. 

Diverse weitere Einstellungen

Bei einem Golf gibt es je nach Baujahr/Modell viele weitere Einstellungen, die über die App realisiert werden können. Hier einige Beispiele:

  • Blinker über die Nebelscheinwerfer – ein oder aus
  • Dauerfahrlicht (Tagfahrlicht) – ein oder aus
  • Fußraumbeleuchtung während der Fahrt – ein oder aus
  • Deaktivierung des Gurtwarners – ein oder aus
  • Einparkhilfe (Frequenz und Lautstärke) – verschiedene Einstellungen möglich
  • Autobahnlicht (bei Xenon-Scheinwerfern) – ein oder aus
  • Anpassen des Layouts und des Startbildschirms
  • Anpassung der Mikrofonempfindlichkeit
  • Heizdauer der Heckscheibenheizung ändern
  • Beifahrerspiegelabsenkung bei Rückwärtsfahrt – ein oder aus
  • Fernlichtassistent aktivieren oder deaktivieren
  • und viele viele weitere

Die Carly App kann übrigens noch viel mehr

Mit der Carly App könnt ihr übrigens nicht nur codieren. Sie hat noch einige andere sehr nützliche Funktionalitäten, die man automatisch dazu erhält:

Gebrauchtwagencheck

Als einzige App auf dem Markt bietet sie einen Gebrauchtwagencheck an. Dabei wird ein Auto insbesondere auf eine mögliche Tachomanipulation hin überprüft. Bedenkt man, dass rund 30% aller Gebrauchtwagen in Deutschland mit einem manipulierten Tacho angeboten werden, ist diese Funktion wirklich unbezahlbar. Die App prüft die Kilometerstände in verschiedenen Steuergeräten und analysiert auch die Betriebsstunden des Fahrzeugs und der Klimaautomatik. Aus all diesen Daten wird dann ein Bericht generiert. 

Man muss dazu wissen, dass der Kilometerstand nicht nur im Tacho registriert wird, sondern in sehr vielen anderen Steuergeräten auch wie z.B. der Wartungskontrolle, der Zentralverriegelung, ABS und einigen anderen. Viele Betrüger arbeiten (zum Glück) schlampig und passen den Kilometerstand nicht in allen Bereichen an und so kann ihnen Carly dann auf die Schliche kommen.

Echtzeit Daten

Während der Fahrt kann man sich in Echtzeit einen Überblick über wichtige Parameter seines Golfs verschaffen. Dies hilft unter anderem bei der Optimierung des Kraftstoffverbrauchs oder dem Aufspüren von Problemen.

Fahrzeug Gesundheitsstatus

Eine wirklich “schöne Funktion” ist die Fahrzeug-Gesundheit. Hierbei werden wichtige Werte ausgelesen und analysiert. Warnsignale werden verständlich erklärt und die Schwere des Problems erkannt. Anschließend sagt euch die App, ob der Wagen in einem guten Zustand oder eher “krank” ist. Um unnötige Reparaturen zu vermeiden, sollte man monatlich prüfen, welchen Status sein Fahrzeug hat um frühzeitig auf mögliche aufkommende Probleme reagieren zu können, bevor sie zu einem größeren Drama werden.

Fehlercodes auslesen und löschen

Im normalen Betrieb kommt es immer wieder zu kleineren oder größeren Fehlern, die aber oft von der Elektronik gleich ausgeglichen werden. Dennoch geben die Fehlercodes einen interessanten Einblick in die Funktionen des Wagens. Tritt z.B. ein Fehlercode immer wieder auf, sollte man der Sache auf den Grund gehen. Die App liest die Fehlercodes aus, speichert sie im Handy und löscht dann den Fehlerspeicher des Fahrzeugs. 

Wartungsaufgaben

Man kann viel Geld sparen, wenn man kleinere Wartungsarbeiten selbst durchführt wie z.B. einen Ölwechsel zu machen. Mit der App kann die Servicefunktion resetet werden und sogar eine Batterie Registrierung (bei Einbau einer neuen Batterie) erfolgen. Oder aber ihr prüft die kritischen Werte des DPF (Dieselpartikelfilter) – d.h. Rußmasse, Aschemasse oder die durchschnittliche Motordrehzahl. Sollte es nötig sein, könnt ihr gleich eine DPF-Regeneration anfordern und den Prozess verfolgen.

Automatikgetriebe

Das Automatikgetriebe lernt während des Fahrens euer persönliches Fahrverhalten und passt sich im Laufe der Zeit immer mehr darauf an. Ihr könnt mit der App diese Lernwerte auslesen und zurücksetzen. Das macht insbesondere dann Sinn, wenn ihr einen Gebrauchtwagen gekauft habt und nun die Automatik auf euch einstellen wollt.

Ein paar ganz einfache Schritte und es kann losgehen

Wenn ihr die Carly App zum Codieren verwenden möchtet, braucht ihr nur ein paar ganz einfachen Schritten zu folgen und es kann schon losgehen:

Schritt 1: Carly App im App Store oder bei Google Play herunterladen

Schritt 2: OBD Adapter über die Website von Carly ordern

Schritt 3: Nach Erhalt des Adapters, diesen an die Buchse im Fahrzeuginnenraum anschließen. Der Adapter verbindet sich nun automatisch per Bluetooth (bitte am Handy einschalten) mit der App

Schritt 4: Einfach mit der Codierung über das übersichtliche Menü beginnen.

Kann man etwas kaputt machen?

Wenn ihr die normalen Funktionen der Carly App nutzt, ist dies praktisch nicht möglich. Ihr könnt nichts kaputt und eigentlich auch nichts falsch machen. Manchmal aktiviert man vielleicht zwei Funktionen, die sich an und für sich gegenseitig ausschließen. Das merkt man dann aber schnell im laufenden Betrieb und ändert es einfach wieder. Systemrelevante oder sensible Systeme lassen sich sowieso nicht so einfach ansteuern und neu codieren. Wenn es um die Bremsen oder andere Sicherheitssysteme geht, braucht man oft vom Hersteller ein Passwort um zugreifen zu können. Dies ist auch sicher besser so!

Auto codieren kaputt machen

Bitte versucht keine illegalen Einstellungen

Wenn ihr nicht mit der Carly App codiert, sondern mit irgendwelchen Billigprodukten oder sonst wie, werdet ihr auch auf eigentlich illegale oder “gefährliche” Funktionen kommen. Es gibt sehr viele Webseiten, auf denen ihr Tipps erhaltet wie man versteckte Funktionen freilegt. Ein einfaches Beispiel ist die Hup Funktion beim Auf- oder Abschließen des Fahrzeugs. Theoretisch könnt ihr das aktivieren – jedoch ist das in Deutschland verboten und es drohen Bußgelder. Auch Änderungen an der Leistung des Katalysators können problematisch sein und die Abgaswerte verändern. Das könnte im schlimmsten Fall zu einer Stilllegung des Fahrzeugs führen. Das Verändern des Tachostandes ist gemäß § 22b Straßenverkehrsgesetz verboten und kann mit Gefängnisstrafen enden! Auch wenn ihr es nur zum Spaß machen wollt und nur für euch … lasst es sein!

Mal ganz abgesehen von Bußgeldern oder Freiheitsstrafen riskiert ihr auch möglicherweise die Garantieleistung des Herstellers. Es könnte nämlich sein, dass Änderungen an riskanten Systemen automatisch an den Hersteller gemeldet werden (ohne dass ihr das merkt) und dann erlischt die Garantie. Geht also lieber legal und mit einer entsprechenden und guten App an das Codieren heran, dann seid ihr auf der sicheren Seite. Von illegalen Hacks können wir nur abraten und euch bitten, euch nicht darauf einzulassen. 

Übrigens: Anstatt sich in Teufels Küche zu begeben und z.B. verbotenerweise die Warnung zum Anlegen des Gurtes abzustellen, kann man bei vielen Fahrzeugen einfach eine Verzögerung codieren. Dann ertönt diese Warnung erst nach einiger Zeit und man hat Zeit, den Gurt anzulegen, ohne das die nervige Warnung ertönt.

Versteckte Funktionen

Viele Bauteile werden von einem Hersteller in unterschiedliche Fahrzeuge eingebaut. Für die hochwertigeren Modelle werden dann Premium Funktionen wie z.B. bestimmte Assistenzsysteme freigeschaltet und bei anderen eben nicht. Vielleicht stoßt ihr ja bei der Codierung auf solche Funktionen und könnt diese aktivieren. Dann habt ihr bestimmte Features, die sonst nur Luxuswagen haben. 

Fazit

Wie ihr seht, könnt ihr je nach Modell sehr viele Funktionen eures Golfs nach euren Wünschen ändern und anpassen und so das Fahrzeug komplett personalisieren. Solltet ihr einmal einen Fehler gemacht haben, kann man auch alle Werte wieder auf die Werkseinstellungen zurückstellen und so kann wirklich nichts passieren. Probiert doch einfach mal verschiedene Dinge aus und findet so nach und nach heraus, was euch am besten gefällt. 

  Welches Auto bevorzugen Marder?

Die einen tunen ihren Wagen von außen mit Spoilern und Aufklebern. Ihr tunt den Wagen von innen und nutzt so alle sinnvollen Funktionen. Das ist sicher der deutlich intelligentere Weg, sein Fahrzeug auf sich zuzuschneiden. Meint ihr nicht auch?