Wie Erkennt Ein Auto Müdigkeit?

Mit dieser unglaublichen Technologie erkennt ein Auto, ob ihr müde seid.

Lange Autofahrten können sehr monoton sein. Häufig sitzt man stundenlang alleine am Steuer, ohne die einschleichende Schläfrigkeit zu bemerken. Eure Fahrzeuge jedoch bemerken es. Wie erkennt ein Auto Müdigkeit? Ja, es funktioniert wirklich und wir erklären euch hier, wie diese neue Technologie euch in Zukunft noch sicherer ans Ziel bringen soll.

Wie erkennt ein Auto Müdigkeit? Die Müdigkeitserkennung analysiert zu Beginn jeder Fahrt das Fahrverhalten des Lenkers. Wenn das System beginnende Müdigkeit aufgrund von Veränderungen im Lenkverhalten feststellt, sendet es akustische und optische Signale an den Fahrer. 

In diesem Beitrag stellen wir euch bahnbrechende Technologie näher vor und geben euch einen Einblick, welche andere Hilfsmittel derzeit auf dem Markt sind. Wir verraten euch unsere persönlichen Tipps, mit denen ihr bestimmt eine super gute Zeit auf einer langen Reise haben werdet!

Wie funktioniert die neue Technologie?

Das bahnbrechende System wird auch Aufmerksamkeits-Assistent genannt und erstellt zu Beginn jeder Fahrt ein Profil vom Lenkverhalten des Fahrers. So können Veränderungen während der Autofahrt analysiert werden. Das Auto erkennt Müdigkeit beispielsweise anhand vermehrter abrupter Lenkradbewegungen oder Pedalbetätigungen die während der Fahrt auftreten. 

Sobald das System die nachlassende Konzentration wahrnimmt, sendet euch euer Fahrzeug akustische und optische Warnsignale, etwa in Form von Display-Anzeigen. Bei manchen Systemen vibriert auch das Lenkrad.

Solltet ihr die Kaffeetasse und die Stimme des Aufmerksamkeits-Assistenten, welche ertönt, nachdem das Auto Müdigkeit erkannt hat, ignorieren, wird er euch nach einem zeitlichen Intervall noch mal dazu anhalten, eine Pause einzulegen. 

Verschiedene Automobilhersteller haben den Aufmerksamkeits-Assistenten in ihre Fahrzeuge integriert, jedoch verfügen noch nicht alle Kraftfahrzeuge über eine Müdigkeitserkennung. Ihr könnt diesen äußerst hilfreichen Assistenten jedoch oft im Nachhinein einbauen lassen

Technische Hilfsmittel zur Müdigkeitserkennung

Neben den Müdigkeitserkennungs-Systemen die Autohersteller anbieten, könnt ihr auch auf eine Auswahl anderer technischer Produkte zurückgreifen. 

So könnt ihr euch etwa spezielle Infrarot-Leuchtdioden in Kombination mit einer Sensor-Kamera besorgen, die den Sekundenschlaf erkennen soll. Das Licht beleuchtet und die Kamera visualisiert den Fahrer, die Bildauswertungssoftware zeigt dann an, ob der Fahrer müde ist. 

Des Weiteren kann ein Auto Müdigkeit erkennen mithilfe von speziellen Brillen, die die Bewegung der Augenlider messen. Je erschöpfter man ist, desto träger sind die Augenlidbewegungen. Anhand dieser Messung werden Warnsignale an den Fahrer geschickt. Wenn sich das auch sehr ausgeklügelt anhört, das Tragen dieser Brille während der gesamten Autofahrt könnte jedoch etwas ungemütlich sein. 

Interessant könnten auch sogenannte Anti-Schlaf-Piloten sein, welche über dem Armaturenbrett befestigt werden. Das Gerät bittet euch in einem bestimmten Intervall einen Knopf zu drücken. Die Aufmerksamkeit soll so aufrechterhalten werden. Je langsamer die Reaktionszeit, desto eher ist es an der Zeit, eine Fahrpause einzulegen. 

Wie Müdigkeit bekämpfen bei langer Autofahrt – Tipps

Die ausgeklügeltesten Technologien und Hilfsmittel gewähren jedoch niemals eine hundertprozentige Garantie, um Müdigkeit zu erkennen und vorzubeugen. Sekundenschlaf stellt neben Alkohol am Steuer einer der häufigsten Unfallursachen auf den Straßen dar, ihr solltet diesen Gefahrenfaktor deswegen nicht unterschätzen.

Wenn euch eine unendlich lange Autofahrt bevorsteht und womöglich keine lauthals singenden Beifahrer dabei sind, die euch wach halten, könnt ihr mit diesen Tipps dennoch Müdigkeit während der Autofahrt erkennen und vorbeugen

Wie macht sich Müdigkeit bemerkbar?

Müdigkeit Auto erkennen

Nachdem wir euch erklärt haben, wie ein Auto Müdigkeit erkennt, geben wir euch hier Hinweise, woran ihr Müdigkeit erkennen könnt. Bevor es zum Sekundenschlaf kommt, sendet der Körper dir verschiedenste Warnsignale, die ihr beachten solltet. Neben häufigem Gähnen können dies sein:

  • Die Wahrnehmung verändert sich: Die Straße wirkt immer enger, ihr habt Probleme die Spur zu halten und fahrt vermehrt über den Seitenstreifen. Ihr habt Schwierigkeiten die Geschwindigkeit konstant zu halten und werdet ungewollt immer langsamer oder schneller. 
  • Konzentrationsschwierigkeiten: Ihr könnt euch an die letzten gefahrenen Kilometer kaum noch erinnern, eure Gedanken schweifen ab und ihr überseht Straßenschilder oder verpasst Ausfahrten. (Für jene unter uns, die mit eher bescheidenem Orientierungssinn ausgestattet sind, ist dies auch nur allzu vertraut.)
  • Häufiges Blinzeln, verschwommene Sicht und schwere Augenlider sind ebenfalls eindeutige Zeichen für eintretende Müdigkeit. Auch die Stimmung wird schlechter, innerliche Unruhe tritt ein, ihr seid nervös und gereizt, könnt womöglich kaum noch ruhig sitzen und bewegt euch im Autositz hin und her. Dies sind Signale vom Körper, dass eine Ruhepause nötig wird.
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Müdigkeit macht sich auch individuell verschieden bemerkbar, achtet also auf die Signale, die der Körper sendet und legt rechtzeitig ausreichende Pausen ein!

Tipps um Sekundenschlaf zu verhindern

Generell solltet ihr vor einer längeren Autofahrt ausgeschlafen sein und tagsüber fahren, da dies eher dem Biorhythmus der meisten Personen entspricht. Ihr solltet keine schweren Mahlzeiten vor der Fahrt zu euch nehmen, da der Körper ansonsten zu viel Energie für die Verdauung aufwendet und euch schneller ermüden lässt.

Für die Zwanzig-Stunden-Fahrt an den lang ersehnten Strandurlaub lässt es sich natürlich nicht vermeiden, Nachtstrecken einzulegen bzw. nicht müde zu werden. Folgende Tipps helfen euch, aufmerksam auf der Straße zu bleiben:

  • Legt regelmäßige Pausen ein, z. B. nach 2-3 Stunden und bewegt euch an der frischen Luft, macht ein paar Lockerungs- und Dehnungsübungen. Verändert auch die Sitzposition während dem Fahren etwas, eine monotone Haltung führt zu steifen Gelenken und ermüdet schneller.
  • Nehmt keine schweren Mahlzeiten oder Alkohol vor oder während der Fahrt zu euch! Künstliche Aufputschmittel wie Energy-Drinks halten euch momentan wach, der Zuckerspiegel im Blut sinkt jedoch genauso schnell wieder ab. Der Energie-Effekt ist verpufft und ihr seid noch erschöpfter als zuvor. Vermeidet diesen Traubenzucker-Effekt, wenn möglich.
  • Schaltet die Temperatur herab, es sollte nicht zu warm und gemütlich werden im Fahrzeug. Ihr könnt auch das Fenster öffnen um etwas kühle Luft hereinzulassen. Die Musik laut aufdrehen, die Fenster runterfahren und mit dem Beifahrer quatschen helfen jedoch nur bedingt, um Müdigkeit zu bekämpfen.
  • Das beste Mittel gegen Müdigkeit ist immer noch Schlaf. Im Idealfall legt ihr eine längere Fahrpause ein und macht einen Power-Nap. Etwa 20 Minuten reichen vollkommen, länger solltet ihr nicht schlafen, da der Körper ansonsten in die Tiefschlafphase fällt und ihr noch müder nach dem Aufwachen seid. Falls ihr nicht schnell einschlafen könnt, versucht es doch mal mit Entspannungs- oder Meditationsmusik im Ohr.

Verpflegung für lange Autofahrten

Wie bereits erwähnt, solltet ihr auch auf eure Essgewohnheiten vor und während der Autofahrt achten, da dies Müdigkeit begünstigen kann. Vor der Fahrt solltet ihr nicht unbedingt die Schweinshaxe mit Pommes und der halben Maß essen. Leichte Mahlzeiten wie Salate, Nudeln oder Fischgerichte sind besser geeignet. 

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Essen gegen Müdigkeit Auto

Für die Fahrt selbst solltet ihr ausreichend Getränke und Snacks mitbringen. Am besten sind Wasser und ungezuckerte Tees. Fürchtet euch nicht vor Toilettenpausen, trinkt ausreichend, auch während langer Autofahrten. Besonders im Sommer verliert der  Körper durch die Hitze mehr Flüssigkeit, was die Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit reduziert.

Plastikflaschen eignen sich für die Reise besser als Glasflaschen, da Glasflaschen bei abrupten Bremsmanövern schnell zu gefährlichen Geschossen werden können. Die Trinkflasche solltet ihr so platzieren, dass sie leicht erreichbar ist. Wir empfehlen BPA-freie Plastikflaschen mit Klick-Öffnungsfunktion, sie lassen sich mit einer Hand problemlos öffnen.

Ein schneller Kaffee kann die Lebensgeister kurzfristig erwecken, es sollte jedoch nicht erstes Mittel der Wahl sein, denn es wirkt eben nur kurzfristig. Zudem reagiert jeder individuell verschieden auf Koffein, weswegen die Wirkung unterschiedlich ausfallen kann.

Für den Hunger zwischendurch sind Kekse (Vollkorn mit Nüssen für die ganz gesunde Variante), Trockenfrüchte, Nüsse, Obst ganz oder in Scheiben geschnitten und Gemüsesticks sehr gut geeignet, da sie wenig Platz einnehmen, keine unangenehmen Gerüche verbreiten und leicht verdaulich sind. Erlaubt ist natürlich auch alles andere, was schmeckt.

Sucht euch der Hunger schon nach kurzer Zeit wieder heim, greift am besten auf herzhafte Snacks wie saftig belegte Vollkornbrote zurück. Ihr könnt sie mit allem belegen und füllen was nicht zu schmierig ist oder ohne Kühlung leicht verdirbt.

Gut eignen sich etwa Hartkäse, gegarte Aufschnitte, gekochte Eier oder luftgetrocknete Würstchen. Alles was ohne viel Aufwand verschlemmt werden kann. Packt für die Pausen auch Servietten und Feuchttücher für alle Fälle ein, falls doch mal was daneben geht. Übrigens: Snackpausen an Raststätten könnt  ihr auch super mit lockeren Bewegungsübungen verbinden! 

Zusätzliche Tipps für lange Autofahrten

  • Plant die zu bewältigende Route im Voraus. Markiert die Raststätten entlang der Strecke im Navi und plant die Pausen dementsprechend ein. Ihr könnt auch vorab Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Route checken, sodass ihr euch im Fall der Fälle ausgiebig ausruhen könnt.
  • Solltet ihr einen Beifahrer dabei haben, ist er im Idealfall nicht nur super im endlos kommentieren, sondern ist auch ein verlässlicher Fahrer. Wechselt regelmäßig das Steuer, im Team fährt es sich leichter!
  • Macht eure Beifahrer zum persönlichen Unterhaltungskünstler. Ihr könnt euch zum Beispiel witzige Gedanken- oder Wortspiele ausdenken, die die Autofahrt etwas auflockern oder euch gegenseitig politisch unkorrekte Witze erzählen.
  • Entspannt euch! Lange Autofahrten können ziemlich kräftezehrend sein, vor allem wenn ihr euch in einem kilometerlangen Stau wieder findet. Versucht Ruhe zu bewahren und fahrt defensiv. Das spart nicht nur den Spritverbrauch sondern tut auch den Nerven gut.

Wie ein Auto Müdigkeit erkennt und wie ihr auch lange Autofahrten souverän meistert, sollte nun kein Geheimnis mehr sein. Beherzige den ein oder anderen unserer Tipps, wagt euch in unbekanntes Land und bleibt immer wach dabei!

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