Wie nenne ich mein Auto?

Egal wie alt, schnell, modern oder klapprig das eigene Auto ist, man pflegt ja doch immer eine ganz besondere Beziehung zu seinem eigenen Gefährt. Dies verleitet oft dazu, dem Fahrzeug, das eine so große Rolle im täglichen Leben spielt, einen Namen zu geben. So ging es auch mir. Doch die Frage war: Wie nenne ich mein Auto? Um euch die Namensfindung zu erleichtern, haben wir für euch recherchiert, wie man sein Auto nennen kann. 

Also, wie nenne ich mein Auto? Am beliebtesten sind Verniedlichungen wie „Baby“, „Schnucki“ oder „mein Dicker“. Dicht gefolgt von Namen wie Hugo, Helmut oder Emma. Ist das nichts für euch, denkt nach, an was euch Farbe oder Form des Autos erinnern. Sieht es aus wie ein Laubfrosch? Eurer Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt!

Einer Umfrage des größten Automarkts Europas, AutoScout24, zufolge, geben 40 Prozent der Frauen und fast 25 Prozent der Männer ihrem Auto einen Namen. 

Doch welche Namen sind das? Wir haben uns für euch mal genauer damit beschäftigt und die beliebtesten, bekanntesten, aber auch peinlichsten Autonamen für euch aufgelistet.

Wisst ihr, welcher Autohersteller sein Automodell Kothaufen genannt hat oder welches Fahrzeugmodell auch unter dem Namen Laubfrosch bekannt war?

Die Antworten erhaltet ihr im folgenden Artikel.

Was sind die beliebtesten Namen?

Es kam heraus, dass bei der Namensgebung Verniedlichungen besonders beliebt sind. Ganze 31 Prozent verwenden verniedlichende Kosenamen wie „Baby“, „Kleiner“, „Schnucki“ oder „mein Dicker“. 

Nennen Männer ihre Autos anders als Frauen?

Es ist nicht verwunderlich, dass dieser Anteil bei den Frauen sogar bei 41 Prozent liegt. Dies liegt laut Forschern daran, dass Frauen eine stärkere emotionale Bindungen aufbauen. 

Netter Fakt: Der beliebteste Kosename von Männern ist „Baby“. Auch das ist irgendwie nicht verwunderlich. Denn dieser Kosename verspricht den Männern wohl ein Gefühl der Überlegenheit und gibt ihnen einen Hauch der konservativen Werte zurück.

Wie nennen die Deutschen ihr Auto?

Wie bereits erwähnt, sind die beliebtesten Autonamen Verniedlichungen wie „Baby“, „Kleiner“, „Schnucki“ oder „mein Dicker“. Doch neben Verniedlichungen sind auch Frauen- und Männernamen besonders beliebt bei den Autoliebhabern.

Echte Namen oder doch lieber beschreibende Namen?

Interessant zu wissen ist, dass 10 Prozent der Autos einen Frauennamen wie „Emma“ oder „Susi“ tragen und ganze 6 Prozent einen Männernamen wie „Hugo“, „Helmut“ oder „Jimmy“.

Nur 12 Prozent der Personen, die ihr Auto beim Namen nennen, sind dabei einfallsreich. Dabei kommt man in Kombination von Form und Farbe doch auf die tollsten Sachen!

Ein bisschen schummeln darf man

11 Prozent der Befragten nennen ihr Auto dagegen einfach bei der Marke. Richtig ehrlich bleiben dabei nicht alle. Manche sprechen auch gerne mal über ihren Ferrari, der in Wirklichkeit ein kleiner roter Fiat ist.

Manchmal hasst man das, was man doch liebt

Auch wenn das Ganze bisher echt lieb, niedlich und süß war, gibt es auch Personen, die ihr Fahrzeug mit einem abwertenden Namen benennen – nämlich ganze 8 Prozent!

Oft passiert das wohl aus Frust aufgrund der Eigenheiten von älteren Fahrzeugmodellen. Diese fristen ihr Fahrzeugleben unter fürchterlichen Namen wie „Schrottkarre“, „Dreckschleuder“ oder „hässliches Entlein“.

Warum geben wir unseren Fahrzeugen Namen?

Wusstet ihr, dass schon die alten Griechen ihrem Fahrzeug einen Namen gaben? Auch heute neigen wir noch dazu unsere täglich genutzten, heiß geliebten Fahrzeuge zu personifizieren.

Das Auto – vom Gefährt zum Gefährten

Aus der psychologischen Sicht machen wir das Fahrzeug durch die Namensgebung vom „Gefährt zu unserem Gefährten“, so Dr. Ralf Buchstaller, Psychologe bei TÜV NORD.

Laut dem Professor für Verhaltenswissenschaften Nicholas Epley (Universität in Chicago), ist diese Neigung sogar ein Nebenprodukt unserer sozialen Intelligenz. 

Unseren Vorfahren half es zu überleben, wenn sie soziale Signale schnell deuten und rechtzeitig auf Gefahren reagieren konnten. Durch die Evolution neigen wir noch heute zur Personifizierung, beziehungsweise Vermenschlichung, von Dingen, an die wir uns emotional gebunden fühlen.

Emotionale Bindung zum eigenen Auto führt zur Vermenschlichung

Denn am häufigsten kommt es zu einer Vermenschlichung, wenn wir emotional an eine Sache gebunden sind. Aus diesem Grund neigen mit 40 statt 25 Prozent mehr Frauen als Männer zur Namensgebung.

Auch der Psychologe Nick Neave stellte zusammen mit britischen Forschern fest, dass Frauen generell eine stärkere Bindung zu Gegenständen aufbauen.

Doch das heißt nicht, dass Männer nicht auch dazu neigen ihr Fahrzeug zu vermenschlichen. Wusstet ihr, dass Rennfahrer Sebastian Vettel seinen ersten Ferrari „Eva“ taufte?

Kann man sein Auto taufen?

Das klingt zu verrückt, um wahr zu sein, oder? Doch man kann sein Auto tatsächlich taufen lassen! 

In Niedersachsen ist am Tag der Verkehrssicherheit ein VW-Käfer auf den Namen Gabriel getauft worden – und das in einer evangelischen Kirche. Er soll mit Gottes Hilfe Unfälle vermeiden und Menschenleben retten.

Dies mag dem ein oder anderen als unangebracht vorkommen – was es in einer Kirche auch sicherlich ist. Jedoch könnte man sich hierbei eher in Richtung der Taufe eines Schiffes bewegen. Denn das ist ja nicht unüblich.

Öffnet zur Feier des Tages einfach eine Flasche Champagner und spritzt ein wenig auf jeden der vier Reifen. Falls es nicht der teure Champagner sein soll, schützt euch ein günstigerer Sekt bestimmt auch.

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Die berühmtesten Auto-Spitznamen

Jeder von uns wurde mit Sicherheit schon mal mit den bekannten Spitznamen für bekannte Automodelle konfrontiert. Auch wenn man das erste Mal vielleicht noch genauer nachfragen musste, bleiben sie einem danach wohl sehr lange im Gedächtnis.

Wir haben uns das noch mal genauer angesehen: Was sind denn die berühmtesten Auto-Spitznamen?

Platz 1

Der wohl bekannteste Spitzname ist der VW Käfer. Eigentlich ist sein Modellname aber Volkswagen Typ 1. Als er in den 1950er Jahren auch in die USA exportiert wurde, erhielt er zudem den ebenfalls sehr bekannten Namen VW Beetle

„Beetle“ ist dabei einfach die englische Übersetzung des deutschen Worts „Käfer“. Da die Käfer-Modelle vor 1954 eine zusätzliche Strebe im ovalen Heckfenster hatten, kannte man diese Generation damals auch unter dem Brezelfenster-Käfer.

Platz 2

Auch Platz zwei geht an ein Fahrzeugmodell von Volkswagen: den Bulli. Der Bulli, eigentlich Volkswagen Typ 2, erhielt im Laufe seines Lebens noch weitere Kosenamen. 

Der heute noch beliebte Kleinbus ist neben dem Namen VW Bulli auch als VW-Bus oder auch Hippie-Van bekannt. 

Woher der Name „Bulli“ aber genau kam, das ist heute nicht mehr nachzuvollziehen. Vielleicht liegt es ja an der bulligen Vorderseite des Klassikers.

Platz 3

Unseren Platz drei belegt der Citroën 2CV. Vor allem den Jüngeren unter uns sagt dieses Fahrzeugmodell erst mal nicht viel. Doch wenn wir euch den Spitznamen verraten, werden ihr genau wissen um was es geht. Der Spitzname lautet: Ente

Dieses Fahrzeugmodell erhielt seinen Namen, da seine Optik damals die Gesellschaft polarisierte. Es erhielt sehr negative Namen wie „das hässliche Entlein“ oder „der Freak“, welche sich über die Jahre dann zur sehr bekannten Kurzform „Ente“ entwickelten. 

Platz 4

Als Nächstes haben wir das Erdbeerkörbchen für euch. Diese süße Abkürzung erhielt das VW Golf Cabriolet I. Dieses Modell ist die offene Variante des VW Golf und war ein echter Verkaufsschlager!

In der für ihn typischen FarbeRot erinnerte es die meisten dann wohl an das, was schließlich seinen Namen prägte: das Erdbeerkörbchen.

Platz 5

Kommen wir nun zum Ford Escort, der auch unter dem Spitznamen Hundeknochen bekannt wurde. Diesen Namen erhielt das Fahrzeugmodell aufgrund der markanten Form und des chromfarbenen Zierrahmens. 

Platz 6

Namen für bmw isetta

Als Nächstes haben wir den wohl knuffigsten Spitznamen unserer Top 10: die Knutschkugel. Der kleine, runde BMW Isetta ist damit im deutschsprachigen Raum noch einigermaßen gut weggekommen.

In Südamerika war er dagegen als „kleines Ei“ (Huevita) und in Frankreich als „Yoghurt Pot“ bekannt.

Platz 7

„Nur Fliegen ist schöner“. Der beliebte Opel GT mit dem Spitznamen Baby Corvette sorgte mit den klappbaren Scheinwerfern und der sportlich geschwungenen Form bei seiner Präsentation für großes Aufsehen.

Da er von einem amerikanischen Design-Team entwickelt wurde, das auch die Corvette eingeführt hatte, erhielt er schnell den Namen „Baby Corvette“. 

Platz 8

Buckelvolvo“: Klingt irgendwie nicht sehr positiv, oder? Der ausschlaggebende Punkt war wohl die in einem Schwung durchgezogene Karosserie Linie des Volvo PV444. 

Diese reichte vom oberen Windschutzscheibenende bis zum Heckabschluss und erinnerte wirklich stark an einen Buckel. 

Platz 9

Was stellt ihr euch vor, wenn ihr den Spitznamen „Laubfrosch“ hört? Ganz genau! Ein kleines grünes Auto. 

Interessantes Detail: der 1924 bis 1931 gebaute, grün lackierte Opel 4 PS war das erste Auto, das in Deutschland am Fließband gefertigt wurde. Wie der Modellname vermuten lässt, verweist der Zusatz „4 PS“ auf die Motorleistung.

Platz 10

Zu guter Letzt kommen wir zum guten alten Trabbi. Der Trabant 601 wurde von 1964 bis 1990 in der DDR gebaut und ist eine Art gesamtdeutsches Kultautomobil. Der Trabant 601 wurde dabei mehr als drei Millionen Mal produziert.

Seine weiteren Spitznamen wie Rennpappe, Plastikbomber oder Pappe, erhielt er aufgrund der weit verbreiteten Behauptung, dass die Karosserie aus Pappe gefertigt wurde. Dem war natürlich nicht so.

Himmel und Hölle – die Namensgebung der Autohersteller

Doch Autos werden nicht nur durch ihre Besitzer benannt. Schon während der Entwicklung erhalten sie ihre eigene, individuelle Modellbezeichnungen.

Hier zeigt sich in sehr vielen Fällen, dass die ursprüngliche Ansicht von Gut und Böse, Himmel und Hölle, Engel und Dämon, eine sehr große Rolle spielt. 

Sieht man sich die betreffenden Namen mal an, dann kommen wohl mehr Autos aus der Hölle als aus dem Himmel.

Beispiele für dämonische Fahrzeugmodelle sind hierbei der Rolls-Royce Ghost, Dodge Challenger Demon, Hellcat oder Diablo.

Dem stehen nur wenige Modellbezeichnungen aus dem Himmelreich entgegen. Die bekanntesten sind wohl der BMW Barockengel und Rolls-Royce Silver Seraph.

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Andere Sprache, andere Bedeutung: Die 5 peinlichsten Autonamen

Bei Autos sollte die Modellbezeichnung normalerweise keine große Rolle spielen. Doch manchmal wird es echt peinlich. Wir haben mal für euch recherchiert und die 5 peinlichsten Autonamen gefunden. 

Lustige namen für trabbi

  1. Rolls-Royce Silver Mist: nachdem diese Bezeichnung im deutschsprachigen Raum eher schlecht als Recht ankam, wurde er umbenannt in Silver shadow.
  2. Audi e-tron: die Franzosen lachten bei diesem Modellnamen wohl alle erstmal laut auf. Denn im Französischen heißt „étron“ Kothaufen.
  3. Wenn wir bei den Franzosen bleiben, fällt hier gleich das Audi TT Coupé auf. Denn im Französischen bedeutet „Tête coupé“ kopflos. 
  4. Gehen wir nun zu Fiat. Mit ihrem Fiat Uno brachte der italienische Hersteller in Finnland das Fahrzeugmodell „Trottel“ auf den Markt.
  5. Der Mitsubishi Pajero fährt in den lateinamerikanischen Ländern lieber als „Montero“ herum, denn „pajero“ heißt dort WichsXX.

Sonstige Fragen:

Man mag es kaum glauben: Es gibt sogar einen „Name-your-car“-Day! Übersetzt bedeutet das: „Gib-deinem-Auto-einen-Namen“-Tag. Doch wann ist der „Name-your-car“-Day?

Also, wann ist der „Name-your-car“-Day? Der „Name-your-car“-Day ist jedes Jahr am 2. Oktober. Er soll die, die ihr Auto so sehr lieben, daran erinnern, dass sie dem Gefährt auch einen Namen geben. Übrigens machen das gar nicht so wenige! Bereits 40 Prozent der Frauen und etwa 25 Prozent der Männer in Deutschland haben ihrem Auto einen Namen gegeben.

Viele Fahrzeughalter würden ihr Auto auch gerne über das Kennzeichen personifizieren. Doch kann man so einfach ein Wunschkennzeichen auswählen?

Also, kann man ein Wunschkennzeichen auswählen? Ja, man kann ein Wunschkennzeichen auswählen. Fest vorgeschrieben ist aber das Kürzel für die Stadt oder den Landkreis. Die darauffolgenden Buchstaben und die Zahlenkombination können, sofern noch verfügbar, frei gewählt werden. Prüft die Verfügbarkeit einfach online bei eurer Zulassungsstelle.

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