OBD2 Diagnosegerät mit Bluetooth – Gibt es das?

31.01.2021 | Codieren & Tuning, Hobby Schrauber

Diagnosegeräte gibt es in vielen verschiedenen Varianten und Preisklassen, von schlichten Adaptern bis hin zu komplexen Geräten, mit denen sogar Einstellungen am Fahrzeug vorgenommen werden können. Einige Geräte sind gut für Hobbytüftler geeignet, durch ihre einfache Nutzung und verständliche Sprache beim Auslesen der Fahrzeugdaten, andere Diagnoseinstrumente hingegen sollten besser den Fachleuten überlassen werden. 

Also, gibt es OBD II Diagnosegeräte mit Bluetooth? Momentan gibt es noch kein Gerät das komplett über Bluetooth gesteuert werden kann. Grund dafür ist, dass diese Analyse mithilfe eines OBD II (On Board Diagnose) Adapters durchgeführt wird, welcher über die OBD II Schnittstelle mit dem Fahrzeug verbunden werden muss. Diese Schnittstelle ist bereits in vielen Fahrzeugen, die nach 1996 hergestellt wurden vorhanden. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass die Möglichkeit die Fahrzeugdaten direkt per Bluetooth Verbindung auszuwerten, nicht existiert. 

Es gibt also bisher noch nicht die Option sein Diagnosegerät per Bluetooth mit dem Fahrzeugsignal zu verbinden und darüber die Daten und Fehlermeldungen auszulesen. Das heißt aber natürlich nicht, dass Diagnosegeräte ganz ohne Bluetooth Verbindung auskommen müssen.

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Inwiefern kann eine Bluetooth-Verbindung genutzt werden, um Fahrzeugdaten auszulesen?

Um diese Frage zu beantworten, muss zunächst erklärt werden, wie ein OBD II Diagnosegerät funktioniert. 

Es gibt generell zwei Arten von Diagnosegeräten. Zum einen gibt es solche, die aus einem kleinen Apparat inklusive des OBD II Adapters bestehen. Diese Art von Diagnosegerät wird in der Regel über ein mitgeliefertes Kabel an den Adapter angeschlossen, welcher wiederum mit der OBD II Schnittstelle des Fahrzeugs verbunden wird. Sobald die Verbindung hergestellt wurde, kann das Gerät mit dem Auslesen der Fahrzeugdaten beginnen. Ist bei dem Diagnosegerät ein Kabel vorhanden, gibt es in der Regel keine Möglichkeit eine Bluetooth Verbindung mit dem OBD II Adapter herzustellen. 

Die zweite Art von Diagnosegeräten beinhaltet einen OBD II Adapter und eine Software oder eine Applikation. Um diese OBD II Adapter nutzen zu können, muss vorab die Software, beziehungsweise die App auf dem eigenen Computer oder dem Smartphone installiert werden. Darüber hinaus gibt es Anbieter, die einen spezifischen Adapter anbieten, welcher kompatibel mit der Software beziehungsweise mit der Applikation ist. Andere Anbieter verkaufen keinen spezifischen Adapter, stattdessen kann der Käufer zwischen verschiedenen Modellen und Preisklassen auswählen. Ob schließlich eine Bluetooth Verbindung zwischen dem Adapter und dem Smartphone oder der Software hergestellt werden kann, hängt zum einen von der Software ab, der gewählte Adapter muss aber auch über eine Bluetooth Verbindung verfügen. 

Es ist also wichtig, sich vor dem Kauf des Diagnosegeräts damit auseinanderzusetzen, ob man eine Bluetooth Anbindung benötigt, oder ob man einen Anschluss per Kabel bevorzugt.

Sollte mein OBD II Diagnosegerät Bluetooth haben?

Nachdem die Frage beantwortet wurde, ob es OBD II Diagnosegeräte mit Bluetooth gibt, kommt die Frage auf, wie nützlich ein Diagnosegerät mit Bluetooth ist und welche Nachteile daraus entstehen keine Bluetooth Verbindung zu haben. 

Vorab hat das Vorhandensein einer Bluetooth Verbindung keine positive oder negative Auswirkung auf die anderen Funktionen die ein Diagnosegerät mitbringt. Diese können unabhängig von der Art der Verbindung genutzt werden und hängen vielmehr von der Komplexität und dem Anwendungsumfang des Diagnosegerätes ab.

Dennoch ist es von Vorteil ein Bluetooth Diagnosegerät zu besitzen, da diese ohne lästige Kabel benutzt werden können. So kann zum Beispiel der OBD II Adapter permanent mit der Schnittstelle verbunden bleiben. Bei Bedarf kann dann ganz einfach die Bluetooth Einstellung aktiviert werden und somit die Verbindung mit der Software oder App hergestellt werden. Dies ist vor allem nützlich für alle, die regelmäßig die Fahrzeugleistung prüfen wollen und auch unterwegs auf die Funktionen des Diagnosegeräts zugreifen möchten. Wenn zum Beispiel eine Warnleuchte aufleuchtet, kann so der Fahrer auf einem Rastplatz schnell eine Analyse des Fahrzeugs vornehmen und feststellen, ob das Fahrzeug weiterfahren kann oder ob er oder sie einen Abschleppdienst rufen sollte. Selbstverständlich ist dies auch mit einem Diagnosegerät ohne Bluetooth Funktion möglich, es ist aber gegebenenfalls umständlicher das Gerät anzuschließen, um im Anschluss die Diagnose durchführen zu können. 

Ein Nachteil der Bluetooth Diagnose ist jedoch, dass je nach Qualität des OBD II Adapters die Bluetooth Verbindung mit dem Smartphone oder Computer zwischenzeitlich abbrechen kann und so das Auslesen der Fahrzeugdaten verzögert, oder sogar komplett verhindert wird. Daher ist es wichtig vorab einen Adapter Vergleich zu machen und so zu verhindern, dass der Adapter Störungen mit sich bringt, oder nach kurzer Zeit kaputt geht.

Welche anderen Funktionen sollte mein OBD II Diagnosegerät oder Adapter mitbringen?

Die Bluetooth Funktion ist nur eine von vielen Eigenschaften der OBD II Diagnosegeräte, die sich bestimmen lassen. Die wichtigsten Eigenschaften, mit denen man sich vor dem Kauf eines Diagnosegeräts auseinandersetzen sollte, ist der Funktionsumfang, welche Funktionen man regelmäßig nutzen möchte und ob man die nötigen Kenntnisse besitzt, um das Diagnosegerät richtig nutzen zu können. Außerdem sollte man vorab entscheiden, ob man das Diagnosegerät nur bei einem Fahrzeug anwenden möchte oder aber für verschiedene Fahrzeuge und vor allem für verschiedene Marken nutzen möchte. Und schließlich ist wichtig zu entscheiden, ob für den eigenen Bedarf ein Diagnosegerät, eine Software oder eher eine Applikation geeignet ist. 

Welche Anwendungsgebiete gibt es?

Die wichtigste Funktion jedes Diagnosegeräts ist das Auslesen der Fahrzeugdaten, insbesondere der Fehlermeldungen. Dies ist wichtig, da Diagnosegeräte in erster Linie dazu konzipiert sind, Mechaniker dabei zu unterstützen, Fehler zu identifizieren und schnell herauszufinden, welche Fahrzeugkomponenten repariert oder ausgetauscht werden müssen. Aber auch Fahrzeugbesitzer profitieren von dieser Funktion, um sich zum Beispiel einen lästigen Besuch bei der Werkstatt zu ersparen, indem sie lieber selbst die Fehlermeldungen ihres Fahrzeugs auslesen und im Nachhinein entscheiden, ob sie das Problem direkt beheben können, oder ob der Werkstattbesuch doch nötig ist. Vor allem unterwegs kann das Auslesen einer neuen Fehlermeldung schnell Zweifel beiseite räumen und Klarheit darüber schaffen, ob die Fahrt fortgesetzt werden kann, oder ob der Fahrer doch besser den Abschleppdienst ruft. 

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Darüber hinaus bieten einige Diagnosegeräte die nützliche Funktion, bei der regelmäßigen Wartung des Fahrzeugs zu unterstützen. So kann der Fahrzeugbesitzer ganz einfach mit Hilfe des Diagnosegeräts eine Fahrzeugdiagnose durchführen und dabei diejenigen Fahrzeugteile identifizieren, die ersetzt oder gereinigt werden müssen. Diese Funktion ist vor allem für alle Hobbymechaniker interessant, die sich gerne mal den Weg zur Werkstatt sparen und kleinere Arbeiten lieber selber vornehmen. Hilfreich ist dabei vor allem, wenn das Diagnosegerät, beziehungsweise die Applikation bereits eine benutzerfreundliche Oberfläche mitbringt, die den Fahrzeugbesitzer in wenigen Schritten durch die Wartung des Fahrzeugs leitet.

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Allerdings bringen viele Diagnosegeräte bereits einen wesentlich breiteren Funktionsumfang mit. So erlaubt Carly zum Beispiel, neben dem reinen Daten auslesen, auch spannende Codierungen am Fahrzeug vorzunehmen. Diese Codierungen sind Modifizierungen an den vom Hersteller voreingestellten Funktionen des Autos. Sie lassen sich in der Regel unkompliziert über das jeweilige Gerät durchführen, dabei kann der Fahrzeugbesitzer zwischen verschiedenen Kategorien der Codierung auswählen. Ein Beispiel der vielen Codierungsmöglichkeiten ist das Codieren der Vorder- und Rückscheinwerfer. Hierbei kann man unter anderem auswählen mit welchem Schalter welcher Scheinwerfer angeht und zwischen verschiedenen Winkeln der Scheinwerfer auswählen. Eine andere Möglichkeit ist das Codieren des Entertainment Moduls, oder aber des Kombi Moduls, welches den Tacho und andere relevante Fahrzeugdaten präsentiert. Wichtig ist jedoch, dass man sich, bevor man mit dem Codieren loslegt, erst einmal ins Thema einliest, da nicht alle Fahrzeugfunktionen ohne Bedenken modifiziert werden können.  

Ein weiteres nützliches Anwendungsgebiet der Carly App ist der Gebrauchtwagencheck. Hierbei kann der angehende Fahrzeugbesitzer mithilfe seines Diagnosegeräts vor dem Kauf die Daten des Fahrzeugs auslesen und so gezielt Unstimmigkeiten zwischen den Daten auf Papier und dem tatsächlichen Zustand des Autos aufdecken. Da leider öfter als man denkt, zum Beispiel, der Tacho eines Fahrzeugs vor dem Kauf manipuliert wird, ist dieser Check besonders nützlich, um nicht in die Falle der Betrüger zu tappen. 

In der Regel haben jedoch Diagnosegeräte mit einem breiteren Anwendungsbereich auch entsprechend einen höheren Preis, deshalb sollte man sich vor dem Kauf eines Diagnosegeräts auf jeden Fall darüber bewusst sein, welche Funktionen für einen besonders wichtig sind und wie viel man bereit ist für die zusätzlichen Funktionen zu bezahlen. 

Außerdem sind nicht alle Arten von Diagnosegerät auch für jeden Fahrzeugbesitzer

geeignet, da man vor allem für professionelle Geräte bereits umfangreiche technische Vorkenntnisse mitbringen sollte. Dies liegt daran, dass viele Diagnosegeräte das Ergebnis der Fahrzeug Analyse in Form eines Codes ausgeben, der zwar für Mechaniker gut verständlich ist, jedoch bei Laien für Verwirrung sorgen kann. Das Ergebnis ist dann entweder, dass das Diagnosegerät schnell im Keller verschwindet, oder aber, dass der Fahrzeugbesitzer zu falschen Schlussfolgerungen kommt und möglicherweise sogar Schäden am Fahrzeug resultieren können, dadurch dass zum Beispiel ein defektes Teil nicht rechtzeitig ausgetauscht wird. 

Diejenigen, die noch nicht über Expertenwissen verfügen, aber dennoch gerne ein Diagnosegerät anschaffen möchten, sollten deshalb zunächst lieber auf eine einfachere Variante zurückgreifen. Diagnosegeräte, die eher oberflächlich Fahrzeugfehler auslesen, können nämlich auch von Laien gut bedient werden. Dazu kommt, dass es einen großen Unterschied in der Bedienung verschiedener Diagnosegeräte gibt. So lassen sich einige Geräte nur nach vorherigem Lesen des Handbuchs bedienen, während andere Geräte ein sehr intuitives Menü mitbringen, dass den Nutzer ganz einfach durch die verschiedenen Anwendungsbereiche leitet. Diese Art von Diagnosegeräten ist vor allem für Einsteiger besonders geeignet, da sich der Fahrzeugbesitzer so eine bessere Übersicht über die verschiedenen Funktionen des Diagnosegeräts verschaffen kann. Wer allerdings gar keine Ahnung hat, was so in seinem Fahrzeug passiert, der sollte sich vor dem Benutzen eines Diagnosegeräts ein bisschen einlesen, damit er den Fehlerreport auch richtig versteht.

Lieber ein allgemeines oder ein spezifisches Diagnosegerät?

Nicht alle Diagnosegeräte sind automatisch mit jedem Autotyp kompatibel. Viele Diagnosegeräte werden spezifisch für eine Marke oder für eine Reihe von Fahrzeugmodellen angeboten. Daher ist es sinnvoll sich vorab darüber Gedanken zu machen, ob man das Diagnosegerät nur bei einem Fahrzeug, beziehungsweise bei derselben Marke anwenden möchte oder ob man in Zukunft einen Fahrzeugwechsel plant und somit eher ein allgemeines Diagnosegerät erwirbt. 

Da im Nachhinein spezifische Diagnosegeräte in der Regel nicht modifiziert oder für andere Fahrzeuge freigegeben werden können, ist es wichtig vor dem Kauf eine Entscheidung zu treffen. Jedoch ist für die meisten Fahrzeugbesitzer die Kompatibilität des Diagnosegeräts mit vielen verschiedenen Fahrzeugmarken weniger relevant, da das Gerät oft für das eigene Fahrzeug angeschafft wird und über viele Jahre in Verbindung mit demselben Fahrzeug genutzt wird. Wenn dann ein neues Fahrzeug gekauft wird, ist es gut möglich, dass auch das Diagnosegerät bereits überholt ist. Wichtiger ist die Kompatibilität jedoch für Werkstätten, oder Hobbymechaniker die gerne mal die Fahrzeuge ihrer Familie oder Freunde unter die Lupe nehmen, und deshalb regelmäßig verschiedene Fahrzeugtypen analysieren.

Darüber hinaus, kann es durchaus von Vorteil sein, ein Diagnosegerät zu nutzen, welches nur auf eine Marke zugeschnitten ist, da dieses oftmals eine präzisere Analyse des Fahrzeugs und der einzelnen Komponenten erlaubt. Diese Art von Diagnosegerät überzeugt meist auch durch eine benutzerfreundliche Handhabung, da das Gerät oder die Software besser an das Fahrzeug angepasst ist. Da spezifische Diagnosegeräte außerdem meist eine kostengünstigere Variante darstellen, als allgemeine Diagnosegeräte, sollte man unbedingt vor dem Kauf abwägen, welche der beiden Optionen besser die eigenen Bedürfnisse erfüllt.

Software, Applikation oder externes Diagnosegerät?

Zu guter Letzt gibt es Diagnosegeräte in ganz unterschiedlichen Ausführungen. Zum einen gibt es das klassische Gerät in Form eines handlichen Apparats, der entweder über einen Touchscreen, oder bei einfacheren Modellen mit Knöpfen bedient wird. Dieser Apparat beinhaltet in der Regel einen OBD II Adapter, um die Verbindung mit dem Auto herzustellen und eine integrierte Diagnosesoftware, die direkt über das Gerät ausgeführt wird und so die Daten des Fahrzeugs analysiert. Günstige Varianten dieser Art von Diagnosegerät findet man bereits ab circa 35 Euro, jedoch gibt es auch Geräte, die mehrere hundert Euro kosten und dementsprechend einen größeren Funktionsumfang mitbringen. 

Eine weitere Variante ist die Diagnosesoftware. Diese Option ist in der Regel für die fortgeschrittene Fahrzeuganalyse konzipiert und muss vor der Nutzung auf einem Laptop oder Tablet installiert werden. Außerdem benötigt man einen OBD II Adapter, über den im Anschluss die Verbindung mit dem Fahrzeug per Kabel oder per Bluetooth hergestellt werden kann. Diese Variante ist vor allem für Experten und fortgeschrittene Hobbymechaniker spannend, da sie umfangreiche Möglichkeiten bietet, das Fahrzeug zu analysieren und sehr detaillierte Ergebnisse über den aktuellen Zustand des Autos präsentiert. Zudem enthält diese Art von Diagnosegerät meistens die bereits erwähnte Codierungsfunktion, mit der der Fahrzeugbesitzer auch individuelle Einstellungen an seinem Fahrzeug durchführen kann. Dank der vielen Anwendungsmöglichkeiten ist diese Variante in der Regel etwas komplexer als zum Beispiel ein klassisches Diagnosegerät und daher eher geeignet für alle, die bereits Vorkenntnisse mitbringen oder sogar schon ein anderes Diagnosegerät besitzen und auf der Suche nach mehr Funktionen sind. Dazu kommt, dass man für die Diagnosesoftware zwingend einen Laptop oder ein Tablet benötigt, wodurch diese Variante besser geeignet ist für diejenigen, die ihr Diagnosegerät bequem zu Hause anwenden möchten.

Die dritte Alternative ist die Diagnoseapplikation, welche ganz einfach auf ein beliebiges Smartphone heruntergeladen werden kann. Hierbei gibt es sowohl kostenpflichtige als auch kostenlose Applikationen, wobei die letzteren meist mit einer Gratisversion werben, die nur eine geringe Anzahl von Funktionen bietet oder aber nach einem Monat in eine kostenpflichtige Version übergeht. Je nach Applikation, bietet der Hersteller einen mit der Applikation kompatiblen OBD II Adapter an, welcher zwingend erworben werden muss, um die Applikation nutzen zu können, oder aber die App wird ohne zugehörigen Adapter angeboten. In diesem Fall kann der Nutzer einen beliebigen OBD II Adapter kaufen und die App mit diesem koppeln. 

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Die meisten Diagnose-Applikationen überzeugen besonders durch eine benutzerfreundliche Oberfläche mit einem intuitiven Menü, dass den Nutzer durch die verschiedenen Funktionen und Schritte leitet. Ein weiterer Vorteil der Diagnose Apps ist, dass diese in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden, und so nicht veralten. Jedoch verlangen viele Hersteller im Ausgleich einen monatlichen Beitrag, um die App zu nutzen, im Gegensatz zur Diagnosesoftware oder aber den klassischen Diagnosegeräten, welche einmalig erworben werden. Praktisch ist auch, dass man die Diagnose Apps ganz unkompliziert unterwegs nutzen kann, zum Beispiel, wenn man eine Panne hat und zunächst eine schnelle Auswertung der Fehlermeldung durchführen möchte, bevor man den Abschleppdienst ruft. Auch das Codieren ist in den meisten Diagnose-Applikationen möglich und kann, im Gegensatz zu einigen Diagnosesoftwares, ganz einfach im leicht verständlichen Menü durchgeführt werden.

welches diagnosegerät ist am besten

Diagnosegeräte gibt es also in vielen verschiedenen Ausführungen und Preisklassen: Von einfachen Apparaten die lediglich die Fehlermeldungen des Fahrzeugs auslesen bis hin zu komplexen Varianten, die über viele spannende Funktionen verfügen, um zum Beispiel umfangreichere Analysen durchzuführen oder aber verschiedene Funktionen des Fahrzeugs zu codieren. Außerdem gibt es Diagnosegeräte, die idealerweise zu Hause mit dem Laptop oder über eine stabile Internetverbindung genutzt werden und per Kabel mit dem OBD II Adapter verbunden sein müssen, oder aber handliche Apps, die per Bluetooth jederzeit über den OBD II Adapter wertvolle Fahrzeugdaten auswerten, und so auch unterwegs einen Einblick in die Fahrzeugwerte geben können.

Welches also das perfekte Diagnosegerät ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Dies hängt vor allem davon ab, wofür man das Gerät regelmäßig nutzen möchte, ob man lediglich ab und zu eine Auswertung der Fehlermeldung durchführen möchte, oder aber regelmäßig selber Hand anlegt und zum Beispiel einen Helfer für Wartungen und bei der Analyse von Fahrzeugfehlern benötigt. Oder vielleicht möchte man ständig über den Zustand seines Fahrzeugs informiert sein und jederzeit über eine App den aktuellen Status seines Fahrzeugs abrufen können.

Die Carly App

Carly ist eine Diagnose App die einen riesigen Funktionsumfang bietet und neben dem reinen auslesen von Fehlern auch noch Funktionen wie den Gebrauchtwagencheck oder das Codieren mit sich bringt. Carly wird mit dem hauseigenen OBD-2 Adapter per BLE (Bluetooth Low Energy) mit dem Handy verbunden und am Auto angesteckt. Danach öffnet man die App und eine große Auswahl an Optionen wird in einem übersichtlichen Menü angezeigt. Danach wählt man einfach die Funktion aus, die man möchte und die App macht den Rest. Die App kostet zwischen 21 und 80€ im Jahr plus den dazugehörigen Adapter für einmalige 59,90€. Wenn man bedenkt, dass man bei vielen Werkstätten 50€+ für das Auslesen der Fehlercodes zahlt und man das ca. 4-mal im Jahren machen sollte, ist Carly eine nicht nur praktische, sondern auch kostengünstige Alternative. Durchschnittlich sparen Carly Nutzer so 500€ im Jahr.