So kannst du dein Auto in 2 Minuten codieren

Neue Autos bieten viele Funktionen, von denen man jedoch nicht alle benötigt. Nicht jeder freut sich über den akustischen Warnton, der beim Einlegen des Rückwärtsganges ertönt. Der lässt sich aber abdrehen, durch Codieren. Mit dem nötigen Fachwissen kannst du dein Auto in 2 Minuten codieren. Dass es möglich ist, zeigen leider auch negative Beispiele, zu denen du weiter unten mehr erfährst.

Also, wie kannst du dein Auto in 2 Minuten codieren? Unter Codieren versteht man die Aktivierung oder Deaktivierung verschiedener Funktionen an einem Pkw. Die Codierung wird in der Software des Pkw vorgenommen.  Für die Codierung sind ein Smartphone, ein Dongle und ein wenig Know-how nötig. Das Codieren selbst übernimmt die App auf dem Smartphone.

Viele Autokäufer wissen nicht, dass in ihrem Wagen mehr Funktionen stecken, als sie vermuten. Umgekehrt wird nicht eine jede Funktion benötigt und könnte daher stillgelegt werden. Mit dieser Wunschkonfiguration des Fahrzeugs macht das Autofahren gleich viel mehr Spaß. Codieren kann man selbst, oder es in einer Werkstattevornehmen lassen. Mit der richtigen Übung kannst du dein Auto selbst in 2 Minuten codieren. Also, bleib dran und erfahre, welche ungeahnten Funktionen in vielen Autos stecken und wie man sie aktiviert.

Was moderne Autos können und ihre Besitzer oft nicht wissen

Früher einmal waren die Anzahl der Zylinder und PS sowie ein zweiter Außenspiegel und eine Mittelkonsole mit eingebautem Radio Argumente, mit denen Käufer angelockt wurden. Diese Zeiten sind lange vorbei und PS und Co. sind bei den meisten Autos nicht mehr so wichtig. Was umso mehr zählt, sind ein geringer Verbrauch und niedrige Emissionen und natürlich wie smart das Fahrzeug ist. Vor allem die digitalen Funktionen stehen bei modernen Autos im Fokus. Ein Kleinwagen mit vielen nützlichen Funktionen erweckt mitunter mehr Aufsehen als ein PS-Monster, die für die meisten Kunden ohnehin unerschwinglich sind.

Stattdessen freut man sich über die integrierte Freisprecheinrichtung und den Regensensor, der nach den ersten Tropfen Regen den Scheibenwischer aktiviert. Auch die automatische Türverriegelung, die sich ab einer Geschwindigkeit von 16 km/h aktiviert, wird vor von Eltern dankbar angenommen. Kinderlose Autofahrer hingegen können eine die Sicherheitsfunktion als störend wahrnehmen. Damit Autohersteller eine breite Käuferschicht ansprechen könnwn, wird die eine oder andere Funktion an- und abgestellt. Genau das machen wir uns jetzt zunutze!

Ein Beispiel dafür ist der Beifahrer-Airbag. Der muss deaktiviert werden, wenn auf dem Beifahrersitz ein Kleinkind normgerecht im Kindersitz mitfährt. Dazu ist bei manchen Autos auf der Beifahrerseite ein Schalter montiert. Ist das nicht der Fall, kann der Wagen nachgerüstet werden, wofür in der Fachwerkstätte aber ein paar hundert Euro fällig werden. Da die Funktion des Beifahrer-Airbags vom Bordcomputer des Autos gesteuert wird, kann der Airbag dort deaktiviert werden. Für den Zugang zum Computer des Pkw werden lediglich ein Smartphone und ein Dongle benötigt. Die paar hundert Euro kann man sich also getrost sparen und zusätzlich noch einige andere nützliche Dinge am Auto aktivieren.

Wenn ein modernes Auto in die Werkstatt zur Kontrolle fährt, wird der Bordcomputer des Fahrzeugs mit einem Computer in der Werkstatt verbunden. Dazu verfügen Autos über einen OBD-Anschluss, der in der Regel im Fußraum der Fahrerseite untergebracht ist. Wer selbst den Computer seines Autos codieren möchte, steckt beim OBD-Anschluss den Dongle an und stellt danach eine Verbindung mit dem Smartphone oder dem Laptop her. Mit der geeigneten App oder dem passenden Programm kann jetzt in das Menü eingestiegen werden, wo die Codierungen vorgenommen werden.

Wie Auto Codieren zwei Personen

So einen Adapter gibt es zum Beispiel bei Carly.

Diese Möglichkeiten der Codierung werden nicht immer mit den besten Absichten verfolgt

Wie einfach und schnell das Codieren geht, zeigen die Autodiebstähle, die auf diese Weise erfolgen. Diebe stecken am OBD-Stecker einen Dongle oder ein Kabel an und stellen eine Verbindung mit ihrem Laptop her. Dann dringen sie in das System vor, schalten das Lenkradschloss frei und erteilen mit der Software die Startfreigabe. Das alles dauert weniger als zwei Minuten.

Autodiebe sind aber nicht unbedingt gut ausgebildete IT-Fachkräfte. Das soll heißen, in das System kann mit der passenden Hardware und dem nötigen Know-how ein jeder vordringen. Als Autofahrer hat man zum Wegfahren einen Schlüssel, für andere Funktionen kann es sich aber lohnen, sich mit dem Codieren näher zu befassen. Übrigens gibt es gegen diese Art von Autodiebstahl einen effektiven Diebstahlschutz. Dazu aber weiter unten.

Auto Codierung – was genau kann man sich darunter vorstellen?

Moderne Autos bieten viele Funktionen, von denen viele zeitgleich ausgeführt werden. Man denke zum Beispiel an den Spurhalteassistent und den Abstand-Warner. Für deren zuverlässige Funktion ist ein Computer zuständig, der den Fahrer entlastet. Die Funktionen sind werkseitig vorprogrammiert. Wie bereits erwähnt, können mit dem Codieren verschiedene Funktionen deaktiviert werden. Es ist auch möglich, bestimmte Funktionen zu aktivieren, die offiziell nicht im Auto vorhanden sind.

Eine Rückfahrkamera wird zum Beispiel von vielen Autohersteller nur in teuren Autos oder gegen Aufpreis angeboten. Wer ein günstiges Modell kauft, denkt, dass keine Rückfahrkamera an Bord ist. In Wahrheit kann sie im Auto bereits eingebaut sein und wird nach Bezahlen des Aufpreises nur noch aktiviert. Es ist also naheliegend, die Codierung und Aktivierung der Rückfahrkamera selbst vorzunehmen.

Die Vorgangsweise ist an sich sehr einfach. Der Dongle wird mit dem OBD-Anschluss verbunden und auf dem Smartphone wird die App aktiviert. Nachdem das Smartphone über den Dongle mit dem Auto-Computer verbunden ist, kann es losgehen. 

Für Anfänger kann es an dieser Stelle allerdings zu Schwierigkeiten kommen. Denn das Menü der Auto-Software kann verwirrend sein. Um die einzelnen Schritte nachzuvollziehen, sollte ein jeder Schritt notiert werden. So weiß man, welche Optionen im Menü gewählt und welche Codierungen vorgenommen wurden.

Mit der Carly App bleiben dir diese extra Schritte natürlich erspart – hier erledigt die App alles für dich. Die gibt es übrigens auch als kostenlose Testversion im App Store und Play Store.

Mit etwas Erfahrung und Übung lassen sich binnen kurzer Zeit verschiedenen Funktionen freischalten oder abdrehen. Die Start-Stopp-Funktion ist davon ebenso betroffen wie das Layout des digitalen Armaturenbretts. Kurz gesagt, kann die gesamte Steuerungssoftware codiert werden.

Wie ratsam das ist, ist natürlich eine andere Frage. Die Start-Stopp-Funktion ein- oder auszuschalten hat auf die Sicherheit des Fahrzeugs im Straßenverkehr keine Auswirkungen. Wer aber den Beifahrer-Airbag wegen des Transports eines Kleinkinds auf dem Beifahrersitz deaktiviert und anschließend zu aktivieren vergisst, kann Menschenleben gefährden.

Ist Auto Codieren von Autoherstellern erlaubt?

Diese Frage ist nicht mit einem einfachen Ja oder Nein zu beantworten. Hier müsste man bei einem jeden Autohersteller prüfen, für welches Modell und Baujahre das Codieren erlaubt ist. Grundsätzlich kann man aber davon ausgehen, dass Autohersteller nicht erfreut sind, wenn Autokäufer selbstständig verschiedene Funktionen deaktivieren oder aktivieren. Aber darum geht es ja für dich nicht.

Das Beispiel der deaktivierten Rückfahrkamera veranschaulicht das sehr gut. Es kommt einem Autohersteller billiger, wenn er in allen Autos eine Rückfahrkamera eingebaut. Schließlich ist die Produktion billiger, wenn ein jedes Modell eine Rückfahrkamera erhält, da die Produktion nicht umgestellt werden muss oder zwei gleiche Modelle mit unterschiedlicher Ausstattung hergestellt werden müssen. Stattdessen wird beim billigen Modell die Rückfahrkamera deaktiviert und beim teureren Modell aktiviert. Kann der Autokäufer die Rückfahrkamera aktivieren, spart es sich das Geld für den Aufpreis. Was für den Autokäufer einen Gewinn darstellt, ist für den Autohersteller aber ein Verlust.

Und die Verluste dürften hoch sein, denn Autohersteller wehren sich gegen das eigenmächtige Codieren mit verschiedenen Mitteln. Wie bei der Rückfahrkamera wurde von Autoherstellern auch mit Assistenzsystemen verfahren. Ein Beispiel ist der Spurhalteassistent. Man kaufte sich ein preiswertes Auto und aktivierte durch Codieren den Spurhalteassistenten. 

Spur Asisstent in 2 Minuten Codieren Infograrik

Das war offenbar eine sehr beliebte Methode. Denn inzwischen bauen manche Autohersteller eine Sperre gegen das Codieren ein. So muss zum Beispiel eine Lizenzsoftware aufgespielt werden, damit die Aktivierung vorgenommen werden kann. Allerdings kommt niemand an die Lizenzsoftware, es sei denn, man bezahlt dafür. Mit Carly bist du aber immer auf dem neuesten Stand – wir aktualisieren unsere App regelmäßig und fügen immer neue Funktionen hinzu.

Diese Beispiele zeigen sehr deutlich, dass Autohersteller über das Codieren grundsätzlich nicht erfreut sind. 

Wie steht der Gesetzgeber zum selber Codieren?

Das Auto muss bestimmten Eigenschaften entsprechen, damit es im Straßenverkehr betrieben werden darf. Ob das Deaktivieren des Regensensors oder der Rückfahrkamera reichen, um den Wagen aus dem Verkehr zu ziehen, darf bezweifelt werden. Werden aber Eingriffe in die Sicherheit des Fahrzeugs vorgenommen, dann kann die Weiterfahrt mit dem Auto von der Polizei sehr wohl untersagt werden.

Es ist auch möglich, dass die Kennzeichen abgenommen werden. Auch der Entzug der Betriebserlaubnis ist rein theoretisch möglich. Das ist vor allem bei Eingriffen in die Motorsteuerung der Fall, mit der die Motorleistung erhöht wird, ohne sie behördlich genehmigen zu lassen.

Grundsätzlich müssen alle Veränderungen an einem Fahrzeug, auch solche durch Codierung, bei der Behörde gemeldet und von dieser genehmigt werden. Es gibt aber auch Funktionen, die davon ausgenommen sind. Konkrete Informationen darüber erteilen das Kraftfahrtbundesamt und die Zulassungsbehörde.

Mit Carly seid ihr aber immer auf der sicheren Seite, hier wird dir klar gezeigt, was erlaubt ist und was nicht.

Selber das Auto Codieren ist nicht teuer und einfach, aber nicht immer gesetzeskonform

Autodiebe sind das negative Beispiel dafür, dass Auto Codieren mit der richtigen Ausrüstung und nötigen Übung in weniger als zwei Minuten möglich ist. Ob dabei Garantieansprüche erlöschen und ob das Kraftfahrtbundesamt damit einverstanden ist, kümmert Kriminelle erfahrungsgemäß wenig.

Für Autokäufer hingegen stellt sich sehr wohl die Frage, ob man eine Codierung selber vornehmen oder besser in der Vertragswerkstätte vornehmen lassen soll. Die Antwort darauf ist nicht einfach. Wichtig ist, dass mit dem Codieren keine Gesetze gebrochen werden. Sind gegenüber dem Autohersteller die Garantieansprüche bereits erloschen, muss man sich in diesem Punkt keine Gedanken mehr machen. Wer sich über die Schnelligkeit der Autodiebe Sorgen macht, kann sich dagegen wehren.

Weitere Fragen und interessante Fakten

Im obigen Artikel wurde aufgezeigt, wie schnell Funktionen eines Autos codiert werden können. An dieser Stelle wollen wir die Tipps und Tricks verraten, die unmittelbar mit der ursprünglichen Frage in Zusammenhang stehen, zum Beispiel wie man Autodiebe am Codieren der Wegfahrsperre hindert. Wenn dir das gefällt, dann hinterlasse einfach einen Kommentar. Wir wissen dann, ob wir damit weitermachen sollen.

OBD Antitheft – Schluss mit unzulässigem Codieren an der Wegfahrsperre

Das Codieren macht es Autodieben sehr leicht, fremde Fahrzeuge in kurzer Zeit zu entwenden. Die Lösung liegt darin, das Codieren zu unterbinden. Dazu wurde zum Beispiel ein spezieller Lese- und Schreibschutz entwickelt, mit dem der OBD II Anschluss umprogrammiert wird und danach mit keiner Software überwunden werden kann. 

Weitere Infos zum OBD Anschluss gibt es bei Wikipedia.

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