Wie kann ich mein Armaturenbrett auffrischen?

Vielleicht kennt ihr das Problem ja: euer Auto ist schon etwas älter und das Armaturenbrett sieht nicht mehr so schön aus. Ihr wollt es aber auch nicht austauschen lassen da dies teuer ist und fragt euch, ob es denn Wege gibt das Armaturenbrett wieder aufzufrischen. Genau das werden wir euch heute zeigen.

Wie frische ich mein Armaturenbrett auf? Um euer Armaturenbrett aufzufrischen, gibt es sehr viele Möglichkeiten – von Kunststoff Farbe, über Cockpitspray und anderen Pflegeprodukten bis hin zu Kunststofffüllern. Diese kosten im Normalfall ein paar Euro und sind in einem Supermarkt zu erhalten. Aber es gibt auch Produkte, die explizit für die Reinigung des Armaturenbrettes hergestellt werden. Diese kosten mit 10 Euro schon deutlich mehr.

Wir zeigen euch die einzelnen Anwendungen nachfolgend im Detail.

Grundreinigung des Armaturenbretts

Bevor man sich um die kosmetische Verschönerung des Armaturenbretts kümmern kann, sollte man zunächst eine gründliche Reinigung durchführen. Hierfür stehen viele Produkte wie z.B. Innenraum Shampoo, Kunststoffreiniger, Glasreiniger, Cockpitreiniger etc. auf dem Markt zur Verfügung. 

Viele Experten raten davon ab, auch Knöpfe und Schalter mit Kunststoffreiniger zu reinigen. Die aufgebrachten Aufkleber könnten sich ablösen und man weiß hinterher nicht mehr, welcher Schalter oder Knopf welche Funktion hatte. Unschön sieht es zudem aus. 

Der Geheimtipp ist Silikonspray

Probiert es mal mit einfachem Silikonspray. Dieses “Wundermittel”, welches man insbesondere zum Schmieren von mechanischen Teilen verwendet, ist auch für die Pflege von Kunststoff ausgesprochen gut geeignet. Allerdings hinterlässt es einen öligen, glänzenden Film den nicht jeder mag. Dafür sieht der Kunststoff wieder satt in der Farbe und top gepflegt aus.

Was tun bei Rissen im Armaturenbrett?

Kunststoff wird durch die UV-Strahlung spröde und kann Risse bekommen … schnell entstehen dadurch auch schon einmal kleinere oder auch größere Risse, insbesondere wenn man mit einem harten Gegenstand dagegen stößt. Sobald ihr kleinere Risse feststellt, solltet ihr etwas dagegen tun, da komplett gerissene Armaturenbretter nur sehr schwer bis gar nicht mehr zu reparieren sind. 

Im ersten Schritt entfernt ihr aufgeplatzte Teile und Lackreste. Danach unterzieht ihr die Stelle einer intensiven Reinigung. Anschließend müsst ihr die Füllmasse mit einem Spachtel auftragen, trocknen lassen und abschleifen. Zuletzt alles polieren und mit einem passenden Pflegemittel behandeln. 

Das Armaturenbrett mit einer Folie beziehen

Die meisten raten von dieser Variante ab, da es sehr aufwendig ist. Zumeist kriegt man es nicht faltenfrei hin und dann sieht es einfach nur schlecht aus. Viele bezeichnen es als “unglaubliche Fummelarbeit”. Man muss außerdem das gesamte Armaturenbrett dafür ausbauen und das ist sehr aufwendig. Man kann jedoch überlegen, einzelne Teile zu bekleben oder Zierelemente aufzubringen – so wie ein Wandtattoo. Dadurch erzielt man teilweise tolle Effekte und bekommt einen sehr individuellen Look seines Innenraums. 

Es gibt auch Sprühfolie

Auch Sprühfolie ist eine Alternative, um sein altes Armaturenbrett aufzupeppen. Hierzu muss man die gewünschten Teile ausbauen, gründlich reinigen, abkleben und dann mit dem Spezial Spray lackieren. Nach dem Zwischentrocknen, dem Auftragen von 4-5 weiteren Schichten und dem finalen Austrocknen, kann man die Teile dann wieder einbauen und hat ein praktisch neues Armaturenbrett. Da es sich um gesprühte Folie handelt, kann man diese auch wieder abziehen, wenn sie einem nicht mehr gefällt und einen anderen Effekt ausprobieren. Es gibt diese Sprühfolien in vielen Farben und Effekten – von Standard, über Neon bis hin zu Effektfarben.

Stellt euch nun noch vor, ihr habt ein paar wirklich coole Features in eurem Wagen codiert, wie z.B. den Innenraum Sound des Motors, das rote Leuchten des Tachos oder den Drehzahlmesser. All das könnt ihr ganz einfach mit der Carly App selbst machen. 

Kunststofffärber für vergraute bzw. verblasste Kunststoffteile

Aus alt mach neu. Auf dem Markt kann man verschiedene Kunststofffärber kaufen. Mithilfe dieser lassen sich alte, vergraute oder verblasste Kunststoffteile von einem helleren Ton in einen dunkleren problemlos einfärben. Einige Produkte eignen sich dabei sowohl für den Innenraum, als auch für den Außenbereich. Am besten, ihr probiert die Ergiebigkeit erst einmal an einer verdeckten Stelle aus und lernt so, wie sich die Farbe genau verhält. Oft ist weniger Auftragen die bessere Alternative, da die Farbe stark deckend ist. Vor der Anwendung müssen die Flächen natürlich ausreichend und gründlich gereinigt und von Fett befreit werden. 

Auch wenn die Farbe üblicherweise problemlos am Armaturenbrett haftet und haltbar ist, sollte man von einer Anwendung am Lenkrad absehen. Durch die Körperwärme, Schweiß, Fett etc. würde sich die Farbe lösen und ihr würdet schnell schwarze Hände bekommen.

Wenn es mal ganz schnell gehen soll

Für die einfache und schnelle Pflege des Armaturenbretts mal so zwischendurch eignen sich auch spezielle Cockpit Schwämme. Diese erinnern ein bisschen an ähnliche Produkte für die Schuhpflege. Ein Schwamm ist mit einer Pflegeflüssigkeit getränkt und in einem praktischen Applikator erhältlich. 

Reinigung für Puristen

Viele Fahrzeugbesitzer schwören auf die Einfachheit. Daher lassen sie an ihr Armaturenbrett nur Wasser und ein hochwertiges Fensterleder oder Mikrofasertuch. Es kommen keinerlei Reinigungsmittel zum Einsatz. Dies geht natürlich nur, wenn man das Fahrzeug sehr häufig reinigt und so hartnäckiger Schmutz von vorneherein keine Chance hat. 

Bei Raucherautos sind besondere Maßnahmen notwendig

Raucht ihr im Auto? Habt ihr dadurch einen schmierigen gelben Film auf dem Armaturenbrett? Hier helfen meist nur Spezialreiniger. Spezielle Nikotinlöser können mit diesem gelben Film fertig werden – normale Cockpit Sprays oder Reinigungslösungen schaffen das meist nicht. Am besten stellt ihr dann noch für ein paar Nächte eine Schale mit Kaffeepulver ins Auto. Auf diese Weise verschwindet auch der Gestank von kaltem Rauch und euer Fahrzeug ist wie neu. 

Kratzer aus dem Glas am Tacho entfernen

Auch das gehört zur Pflege und dem Auffrischen des Armaturenbretts dazu. Sind im Laufe der Zeit kleinere oder auch größere Kratzer an der Abdeckung des Tachos oder Drehzahlmessers entstanden, so kann man diese sehr leicht entfernen. Hierzu nutzt man eine spezielle Schleifpaste, die man behutsam einreibt und die Überschüsse am Ende wegpoliert. Aus einer matten, zerkratzten Oberfläche kann man so eine fast wieder komplett klare Durchsicht erzielen.

Super preiswert: So machst du dein eigenes Cockpitspray

Es muss nicht immer das teure Zeugs vom Spezialhändler sein. Manchmal sind die selbstgemachten Sachen immer noch besser – insbesondere auch aus ökologischer Sicht. Du brauchst zur Herstellung nur zwei Zutaten – einfachen Tafelessig (den man für ganz kleines Geld bekommt) und ein paar Tropfen eures bevorzugten Duftes in Form eines ätherischen Öls (wie z.B. Kokos oder Orange). Alles in eine Sprühflasche füllen und los gehts mit der Reinigung. Anschließend einfach mit ein wenig Sonnenblumenöl einreiben und nachpolieren. 

Als Alternative kann man auch einfach Wasser mit ein paar Tropfen Geschirrspülmittel in eine Sprühflasche geben und dies zur Reinigung verwenden.

Hier noch ein paar weitere Haushaltstipps

Auch unsere Omas hatten schon mit Kunststoffteilen zu tun und oft gibt es tolle alte Hausrezepte zur Pflege von Kunststoff. Hier einige Beispiele:

  • Den Kunststoff mit einfachem Salatöl einreiben und gründlich nachpolieren.
  • Mit einfacher Seifenlauge lassen sich Armaturenbretter bestens reinigen, da Seife auch sehr gut gegen Fett wirkt.
  • Kunststoffteile außen am Fahrzeug: Die gute alte Schuhcreme wird mehrfach auf alte Kunststoffteile aufgetragen und poliert. Hält und sieht aus wie neu.
  • Einfache Haushalts-Reinigungstücher sind für die schnelle Zwischenreinigung sehr gut geeignet.
  • Sonnenschutzcreme: Nach der Reinigung einfach das Armaturenbrett mit Sonnenschutzcreme einreiben und anschließend überschüssige Crème abwischen und polieren. Es entsteht ein leichter, seidenmatter Glanz und vielleicht hat ja auch der Sonnenschutz schützende Wirkung gegen die UV-Strahlung. 
  • Leinöl: Das gute alte Leinöl wird seit Jahrhunderten in der Malerei, beim Imprägnieren von Holz und vielen anderen Dingen eingesetzt. Es eignet sich aber auch hervorragend zum Behandeln von Kunststoffteilen und verleiht einen schönen Glanz.
  • Für die Ritzen und Luftschlitze eignen sich zur Reinigung am besten Ohrstäbchen oder ein Pinsel.

Sicherheits-Tipps

Für das Lenkrad und die Pedale sollten keinesfalls Pflegemittel eingesetzt werden, die einen schmierigen oder rutschigen Film hinterlassen. Das kann lebensgefährlich sein! Vergewissert euch also vorher, wie das Produkt einzieht und sich auf anderen Oberflächen verhält. 

Auf dem Armaturenbrett sollten niemals scharfe Reinigungsmittel verwendet werden. Nicht nur, dass diese allgemein die Oberfläche angreifen – nein, sie schaden auch den Sollbruchstellen, die für das ordnungsgemäße Funktionieren der Airbags wichtig sind. 

Werterhalt durch Pflege

Durch die regelmäßige Pflege des Fahrzeugs von innen und außen sorgt ihr für einen ausgezeichneten Werterhalt des Wagens. Kleinere Schäden werden erkannt, bevor sie zu groß werden und können dabei gleich angegangen werden. Wenn ein Kunststoffteil erst einmal komplett ausgeblichen oder beschädigt ist, wird es umso schwerer, den Urzustand wieder herzustellen. 

Den Wert des Fahrzeugs könnt ihr außerdem durch das pfiffige Codieren einiger toller Features gewährleisten. Hierzu ist die Carly App bestens geeignet. Wenn ihr den Käufer eures Wagens mit optimal eingestellten Parametern oder sogar mit eigentlich versteckten Features beeindrucken könnt, gibt es vielleicht sogar ein paar Euro mehr, als normal!

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