Ab Diesem Baujahr Hat Die C-Klasse 7 Gang Automatik

Die erste Generation der C Klasse lief 1993 vom Band. Seither prägen Limousine, Kombi, Coupé und Cabriolet der Mittelklasse das Straßenbild.  

Mit jeder Generation wurde das Getriebe permanent weiterentwickelt, von einer 4 Gang Automatik bis zur aktuellen 9 Gang Automatik. Besonders beliebt sind Modelle mit der 7 Gang Automatik bzw. 7G-Tronic. Doch ab wann wurde sie eingebaut?

Also, ab welchem Baujahr hat die C Klasse 7 Gang Automatik? Modelle der Mercedes C Klasse werden seit dem Baujahr 2005 mit einer 7 Gang Automatik angeboten und verkauft. Eine verbesserte Fahrdynamik und ein gesenkter Verbrauch sind Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger.

Die zweite Generation der C Klasse (Baureihe 203) wurde von 2000 bis 2007 hergestellt. Mit der Modellpflege im Jahr 2005 wurden die Modelle C 230, C 280, C 350 und C 320 CDI mit neuen 6-Zylinder-Motoren ausgestattet und gegen Aufpreis mit einer 7 Gang Automatik ausgeliefert.

Seit der dritten Generation (Baureihe 204, Baujahr 2007 bis 2014) ist die 7 Gang Automatik bei manchen Modellen serienmäßig eingebaut, bei anderen ist sie gegen Aufpreis erhältlich.  

Eine 7 Gang Automatik ist nicht gleich eine 7 Gang Automatik

Wer ihr einen Mercedes der C Klasse mit 7 Gang Automatik wollt, dann braucht ihr für die Suche nach dem passenden Modell ein paar zusätzliche Informationen. Der Grund dafür ist, dass die 7 Gang Automatik in drei verschiedenen Varianten hergestellt wurde.

Bessere Fahreigenschaften und weniger Treibstoffverbrauch

Die 7 Gang Automatik ist eine Weiterentwicklung der 5 Gang Automatik. Erstmals eingesetzt wurde das 7 Gang Automatikgetriebe 2003, allerdings nicht in der C Klasse.

Grund für die Weiterentwicklung waren stärkere Motoren sowie der wachsende Wunsch nach einer verbesserten Fahrdynamik und weniger Treibstoffverbrauch. Die 7 Gang Automatik bzw. 7G-Tronic sollte es richten.

7G-Tronic Automatik mit neun Gängen

Technisch betrachtet hat die 7 Gang Automatik neun Gänge, davon sieben Vorwärts- und zwei Rückwärtsgänge. Das ermöglicht schnellere Zwischensprints und verbesserte Beschleunigungswerte, was für mehr Fahrdynamik sorgt.

  • Auffällig an der 7G-Tronic ist der Wandler für Überbrückungsmomente, der für alle sieben Gänge eingebaut wurde. Damit können beim Herunterschalten einzelne Gänge übersprungen werden.
  • Die 7 Gang Automatik wurde überarbeitet und als 7G-Tronic Plus angeboten und diente außerdem als Basis für die weiterentwickelte 9G-Tronic Automatik. 

7G-Tronic Plus – mal sparsam, mal rassig

Ziel der Modifikation war es, den Verbrauch von Treibstoff und den Ausstoß von Emissionen zu reduzieren.

  • Der Verbrauch von Kraftstoff konnte tatsächlich gesenkt werden. Immerhin wird bis zu sieben Prozent weniger Treibstoff verbraucht.
  • Ein niedrigerer Treibstoffverbrauch bedeutet auch verbesserte Emissionswerte. Das bringt Vorteile bei der Berechnung der Kraftfahrzeugsteuer.
  • Wie von der 7G-Tronic bekannt schaltet auch die 7G-Tronic Plus sehr weich und kaum spürbar. Der 7. Gang ist bei der 7G-Tronic Plus für eine sparsame Fahrweise ausgelegt.
  • Wer ihr im 7. Gang aber eine sportliche Fahrweise wünscht, dann könnt ihr die Funktion Speedshift nutzen. Mit der sportlichen Fahrweise steigt aber der Treibstoffverbrauch.
  • Auch die 7G-Tronic Plus Automatik kann beim Herunterschalten nicht benötigte Gänge überspringen. Bei Vollbremsung und Kick-Down zum Beispiel werden nicht alle Gänge bedient.

Viele Modelle wurden mit beiden Getriebeversionen angeboten

Der Gebrauchtwagenmarkt bietet euch viele C Klasse Modelle verschiedener Baujahre, die mit der 7G-Tronic und der 7G-Tronic Plus ausgeliefert wurden. Die beiden Getriebeversionen wurden bei Diesel- und Benzinmotoren eingebaut.

Mit der 7G-Tronic Plus Automatik wurde das Potenzial der 7 Gang Automatik aber noch lange nicht ausgeschöpft. Was das die 7 Gang Automatik kann, zeigt ein Unternehmen, dessen Namen eng mit Mercedes-Benz verbunden ist.

Wie lange dauern 100 Millisekunden?

Mercedes baut nicht nur elegante Limousinen für Direktoren, Aufsichtsräte und Minister.  Auch Liebhaber schneller Sportwagen liegen bei Mercedes richtig.

Und mehr geht bei Mercedes immer. Das ist dann der Fall, wenn die drei Buchstaben AMG das Heck eines Mercedes-Benz zieren.  

AMG – eine kleine Firmengeschichte und wofür die drei Buchstaben stehen

Gegründet wurde das Unternehmen von Werner Aufrecht und Erhard Melcher mit Firmensitz in Großaspach. AMG steht schlicht für Aufrecht und Melcher in Großaspach.

Seit 2005 ist AMG eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Daimler-AG. Seither lautet die korrekte Bezeichnung Mercedes-AMG GmbH. Allerdings ist die vertraute Abkürzung AMG nach wie vor in Gebrauch.

Bei AMG werden High-Performance-Kfz entwickelt und hergestellt. Hier werden Motoren aufgebohrt, Achsen und Bremsen verstärkt, Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit ausgereizt.  

Starke Motoren brauchen erfahrungsgemäß ein starkes Getriebe. Dazu wurde von AMG die 7 Gang Automatik zum AMG SPEEDSHIFT MCT 7-Gang-Sportgetriebe umgebaut.

AMG SPEEDSHIFT MCT 7-Gang-Sportgetriebe – etwas für Rennmaschinen

Die Abkürzung MCT steht für Multi Clutch Technology und soll auf Kupplungselemente zur Kraftübertragung im Getriebes hinweisen. Dadurch werden Reibungsverluste und Gewicht reduziert und die Fahrdynamik gesteigert.

Als wichtigste Maßnahme wurde der Drehmomentwandler durch eine nasse Anfahrkupplung mit geringer Masseträgheit ersetzt. Außerdem wurde viel Magnesium verarbeitet. Das bedeutet ein Gewicht von rund 80 kg.

Zusätzlich zu den sieben Gängen bietet das AMG SPEEDSHIFT MCT 7-Gang-Sportgetriebe vier Fahrprogramme für maximalen Fahrspaß. Die Fahrprogramme haben folgende Optionen:

  • C (Comfort): Bei diesem Fahrprogramm erfolgt der Gangwechsel sanft
  • S (Sport): In diesem Wahlprogramm agiert der Antriebsstrang spontaner. Gegenüber der Wahlstellung C sind die Schaltvorgänge um 20 Prozent schneller.
  • S+ (Sport Plus): Bei diesem Fahrprogramm werden die Schaltvorgänge um weitere 20 Prozent beschleunigt.
  • M (Manuell): Hier erfolgt der Gangwechsel am schnellsten und dauert nur 100 Millisekunden oder einen Wimpernschlag.

Herausragend an dem Getriebe ist die Kombination der Vorteile aus einem Schalt- und einem Automatikgetriebe. Fahrer profitieren vom Komfort einer 7 Gang Automatik und der direkten Rückmeldung eines Handschaltgetriebes.

Erwähnenswert sind auch die besonders schnellen Mehrfachrückstellungen. Per Kick-Down kann zum Beispiel vom fünften in den zweiten oder vom siebten in den vierten Gang gewechselt werden.

Der Rückschaltvorgang erfolgt nahezu lastenfrei, was die Reaktion der Lastwechsel deutlich reduziert. Das macht das Abbremsen vor Kurven sowie bei Nässe und Glätte sicherer.

Das AMG SPEEDSHIFT MCT 7-Gang-Sportgetriebe wurde von 2015 bis 2018 bei den C Klasse Modellen AMG C 63 und AMG C 63 S angeboten. Seit 2018 wird in den Modellen das AMG SPEEDSHIFT MCT 9-Gang-Sportgetriebe eingebaut.

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Die C Klasse und die neue 9 Gang Automatik

Die Modelle der aktuellen vierten Generation (Baureihe 205, Baujahr ab 2014) wurden serienmäßig mit der 7G-Tronic Automatik ausgestattet. Die neue 9G-Tronic Automatik sollte gegen Aufpreis angeboten werden.

Allerdings gab es bei der Markteinführung der vierten Generation technische Änderungen. Daher wurde anstatt der 9G-Tronic Automatik zunächst die 7G-Tronic Plus Automatik gegen Aufpreis angeboten.

Seit Oktober 2016 ist die 9G-Tronic Automatik für die meisten Modelle der vierten Generation verfügbar. Der C 180, der C 300 h und der C 350 sind weiterhin mit einer 7 Gang Automatik unterwegs.

Einen C Klasse Mercedes kaufen – welche 7 Gang Automatik soll es sein?

Wenn ihr euch einen Wagen der C Klasse mit 7 Gang Automatik kaufen wollt, dann könnt ihr aus verschiedenen Modellen wählen.

  • Zur Auswahl stehen Neu- und Gebrauchtwagen mit Diesel- und Benzinmotoren und unterschiedlicher Innenausstattung der dritten und vierten Generation. 
  • Ihr könnt modellbezogen auch zwischen der 7G-Tronic Automatik, der 7G-Tronic Plus Automatik und dem AMG SPEEDSHIFT MCT 7-Gang-Sportgetriebe wählen.
  • Manche C Klasse Modelle werden auch mit 4MATIC angeboten, einem permanenten Allradantrieb in Verbindung mit einem Automatikgetriebe. Die Stärken der 4MATIC sind eine hohe Fahrstabilität und Traktion bei schwierigen Straßenverhältnissen.

Nicht nur der Kaufpreis sollte den Ausschlag geben

Grundsätzlich gilt, dass Fahrzeuge jüngeren Baujahres die bessere Option sind. Ein jüngeres Auto kostet zwar mehr Geld, dafür bekommt ihr ein Auto mit besserer Technik.

Die Modelle mit dem AMG SPEEDSHIFT MCT 7-Gang-Sportgetriebe dürften wohl für die meisten von euch zu teuer sein. Dafür bietet die 7G-Tronic Plus Automatik einen guten Kompromiss, da ihr zwischen sportlicher und nachhaltiger Fahrweise wählen könnt.

Worauf ihr noch achten solltet

Der Autokauf ist nie einfach. Gerade bei gebrauchten Autos heißt es aufmerksam sein und auf Mängel achten.

Beim Kauf eines Gebrauchtwagens kommt euch aber das Internet zu Hilfe. Hier sind Mängel und Probleme vieler Modellreihen dokumentiert. So wisst ihr, worauf ihr achten solltet.

Zum Beispiel könnt ihr im Internet nachlesen, dass C Klasse Modelle der Baureihe 203 in den ersten Jahren an der Karosserie Probleme mit Rost hatten.

Weitere Fragen und interessante Anregungen

Mit unseren Ratgebertexten wollen wir unseren Lesern weiterführende Tipps und Ratschlägen geben, die mit dem Thema verwandt sind oder dazu passen. Wenn euch das gefällt, würden wir uns über einen Kommentar von euch freuen.

Getriebe-Öl wechseln – muss das sein?

Bei welchem Kilometerstand das Getriebe-Öl gewechselt werden soll oder ob das überhaupt notwendig ist, bleibt ein nicht enden wollendes Thema und Inhalt zahlreicher Diskussionen.

Eine Grundregel lautet, dass zumindest einmal im Autoleben das Getriebe-Öl gewechselt werden sollte.

Folgt man der Grundregel, dann stellt sich die Frage, nach wie vielen Jahren oder wie vielen gefahrenen Kilometern das Getriebe-Öl getauscht werden soll.

Ob Getriebe-Öl oder Motor-Öl – Schmierung muss sein

Im Motor reiben Kolbenringe und Zylinderwand und im Getriebe Zahnräder aneinander. Um die Reibung zu reduzieren braucht es Schmiermittel.

Ein Verbrennungsmotor verschmutzt wegen der Rückstände aus der Verbrennung wesentlich rascher, weshalb das Motoröl regelmäßig gewechselt werden muss.

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Getriebe sind Musterschüler in Sachen Sauberkeit

  • Im Getriebe ist die Verschmutzung des Schmieröls sehr gering, weshalb das Intervall bis zum Wechsel viele Jahre betragen kann. Gewechselt werden muss es aber, da es an Viskosität verliert.
  • Grundsätzlich gilt, dass man das Intervall eines Getriebe-Öls nicht in Jahren, sondern in gefahrenen Kilometern berechnet.
  • Eine Ausnahme bilden sogenannte Lifetime-Öle. Auch wenn der Name eine lebenslange Dauer vermuten lässt, sollten sie nach acht bis zwölf Jahren gewechselt werden.
  • Nach wie vielen Kilometern das Getriebe-Öl getauscht werden sollte ist nicht wirklich geklärt. Manche Hersteller empfehlen einen Wechsel nach rund 150.000 km, Automechaniker raten nach 50.000 bis 100.000 km zum Ölwechsel.
  • Wann ihr das Getriebe-Öl wechseln solltet, hängt auch vom Alter eures Fahrzeugs und von eurem Fahrstil ab. Außerdem wird auf Langstrecken das Getriebe-Öl weniger beansprucht als auf Kurzstrecken.
  • Bei älteren Fahrzeugen ist ein Wechsel des Getriebe-Öls immer ratsam und bei Automatikgetrieben wird ein Wechsel alle 100.000 km empfohlen.
  • Den Ölwechsel solltet ihr in einer Fachwerkstätte vornehmen lassen. Dort wird das Getriebe eures Autos mit einer speziellen Wäsche gründlich vom Alten Getriebe-Öl befreit. Außerdem wird das alte Getriebe-Öl fachgerecht entsorgt, was euch Arbeit erspart.
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